Dienstag, 28. Februar 2012

Rubinrot – Kerstin Gier

Gebundene Ausgabe

Ein Buch mit einem rosafarbenen Einband in meinem Haushalt?
Eigentlich undenkbar.
Aber ich habe nun einmal eine kleine, völlig unerhebliche Vorliebe für Zeitreise-Romane. Und weil die nun nicht so oft vorkommen, wie es hier inzwischen den Anschein hat, äh, ich bin schwach geworden.

Kerstin Giers Stil hat mir schon bei anderen Büchern gefallen, sie schreibt locker-flüssig, ihre ‚Heldinnen’ sind selbstkritisch und machen sich gerne über sich selbst lustig, auf eine Art, wie man es selbst wohl auch oft tut. Dabei ist es auch egal, ob es sich um ein ‚Erwachsenenbuch’ oder wie bei dem hier vorliegenden um ein Jugendbuch handelt.

Vor einiger Zeit hatte ich dieses Buch schon einmal in der Hand und war erstaunt über die buchbinderische Kunst. Es ist wirklich ein Buch, das man gerne anfasst – ausnahmsweise mal etwas, das mir meinen geliebten kindle ein wenig abspenstig machen könnte.

Aber nun zu dem Inhaltlichen.
Es ist eine nette Geschichte mit einem gehörigen Schuss Phantasie, aber doch nicht so abgedreht, dass es mich schocken würde. Die Charaktere sind gut dargestellt und manche könnte man richtig gern haben. Andere nicht, aber das ist durchaus gewollt.

Empfehlung?
Gute Unterhaltung, die auch bei ‚Erwachsenen’ noch den richtigen Nerv trifft – leider macht die Geschichte auch extrem süchtig, weil sie quasi mittendrin endet (zum Glück habe ich alle drei Bände, ich wäre sonst die Wände hochgegangen).

Zwei Dinge stören mich jedoch gewaltig.
Zum einen der meiner Meinung nach sehr hohe Preis, die paar Seiten hatte ich innerhalb eines Tages durch, da sind mir knapp 14 € einfach zuviel. Obwohl sich die Ausstattung wirklich sehen lassen kann, aber soviel ist mir das nun doch nicht wert. Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwann mal eine Taschenbuchausgabe gibt, oder so viele gebrauchte Bücher, dass es nicht mehr abschreckt.
Zum zweiten gibt es keine ungekürzte deutsche Hörbuchfassung (nur eine englische, ich hab mal reingehört und die Stimme erinnerte mich an meine Sprachlaborzeiten, eher gruselig). Ich habe Frau Gier angeschrieben, aber natürlich noch keine Antwort erhalten.

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