Freitag, 2. März 2012

Die Flüsse von London – Ben Aaronovitch

Taschenbuch

Außer einer Menge Lokalkolorit und Hintergrundwissen (so viel wollte ich definitiv nicht über London wissen) bietet dieser Roman einen Rundumschlag des britischen Humors, angefangen bei dem Klassiker ‚Judy and Punch’ bis hin zur Verballhornung von ‚Harry Potter’ – und natürlich der Londoner im Allgemeinen.
Der Stil hat mir gut gefallen, wohldurchdachte Sätze mit feinen Untertönen, die beim Lesen richtig Spaß machen.

Die Geschichte selbst ist ebenso durchdacht wie phantastisch. Man muss sich schon darauf einlassen können, aber das fällt nicht besonders schwer.

Dass jedoch wieder einmal Issac Newton bemüht wird, hat bei mir eher den Eindruck des ‚gibt es keinen Anderen?’ hinterlassen. Sobald in einem Roman die Rede von ‚Geheimbund’ ist, muss der arme Mann herhalten.

Wie ich bereits während des Lesens vermutet habe, ist dies der erste Band einer Serie, doch muss ich zugeben, dass mich weitere Geschichten mit und über den ‚Zauberlehrling’ Peter Grant wohl eher nicht interessieren. Denn obwohl dieses Buch wirklich Alles hat, was ein unterhaltsames Buch ausmacht (interessante, sympathische Charaktere, gute Geschichte), so nahm mein Interesse im Laufe des Lesens immer mehr ab. Woran das liegt, weiß ich nicht so genau, vielleicht, weil die Verquickung von Wissenschaft und Magie mit dem Auftreten immer neuer Personen und Gewaltausbrüchen mich irgendwann eher gelangweilt hat.

Empfehlung?
Sicher hat dieses Buch seine Daseinsberechtigung und es hat mich auch über weite Strecken gut unterhalten. Nur brauche ich definitiv keine Fortsetzung!
Ansonsten ein Buch, das gewiss seine Fans findet. Und das zurecht!

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