Donnerstag, 8. März 2012

Spätestens in Sweetwater – Ruediger Schache

Gebundene Ausgabe

Selten habe ich mich durch ein Buch so gequält wie durch dieses.
Sicher hat es seine spannenden Momente und auch ein bisschen was ‚Erhellendes’ – aber all das verschwindet unter einer rosaroten Zuckergussschicht, von der man erst Zahnschmerzen und dann ein gewisses Übelkeitsgefühl bekommt.

Quintessenz dieser Geschichte: du bekommst, was du erwartest. Und solltest du dich geirrt haben, etwas Falsches erwartet und somit nicht ganz richtig gemacht haben, nun, dann fang einfach von vorne an.

Esoterik verquirlt mit Quantenphysik und noch ein bisschen, ja was, ein Sendungsbewusstsein?

Herr Schache hat seinen Weg gefunden, um mit dem, was sein Leben ist, klar zu kommen, ich gönne es ihm von Herzen. Auch sein Weg, andere Leidgeprüfte in das Glück zu führen, ist bestimmt für ihn der richtige (und auch für andere). Und ganz gewiss ist er mit seinen Erkenntnissen nicht allein.
Dieses aber in einen Roman zu verpacken, in eine klebrig süße Masse aus Gesülze, finde ich eher grenzwertig. Ich wusste zwischendurch wirklich nicht, ob ich hier nicht bei irgendeiner Sektenschrift gelandet war.

Empfehlung?
Meiner Meinung nach hat dieses Buch ein kleines aber nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential. Es wird ein entscheidendes Signal ausgesendet, das bei labilen Menschen zu falschen Schlüssen führen könnte.
Insgesamt ist es ein handwerklich gut geschriebenes Buch, dessen Ideen allerdings mit Vorsicht zu genießen sind und wohl eher einer tiefergehenden Ein- und Anleitung bedürfen.
Definitiv nichts für nebenbei und ganz bestimmt nichts, was mich dem Autor und seiner Definition näher bringt.
Ein ungutes Gefühl bleibt, ein Widerwillen gegen diese Art der Darstellung und den Autor.

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