Mittwoch, 14. März 2012

Suche – Monica Kristensen

Taschenbuch

Und wieder ein skandinavischer Krimi.
Und wieder fällt mir am Anfang auf, wie anders die sind und wie ungewohnt.

Aber braucht man wirklich eine Polarforscherin, die Krimis schreibt?
Ich brauche sie definitiv aus folgenden Gründen nicht: die Charakteren haben mich in keinster Weise in ihren Bann gezogen; die Zeitsprünge haben mich anfangs sehr verwirrt, dann fand ich die Rückblicke geradezu nervig; es ist dunkel und kalt, immer und immer wieder wird das betont, meine Güte! Und die geographischen Anhaltspunkte klingen zum größten Teil, als wären sie für Personen vom Fach geschrieben und sind auf der abgedruckten Karte zum Teil noch nicht einmal zu finden.

Die Verwobenheit der Geschichten und der darin verwickelten Personen ist auf eine gewisse Art und Weise schon faszinierend, nur fehlt mir das gewisse Etwas. Es gibt keine Person, die mir ‚ans Herz gewachsen’ wäre, kein Ansatzpunkt der Identifikation, keine Hauptperson, mit der ich wirklich mitleiden kann.
Insgesamt möchte ich sagen, dass Monica Kristensen eine gut konstruierte und strukturierte Geschichte liefert, der in meinen Augen aber das Herz fehlt.

Empfehlung?
Ich hatte mehr erwartet.
So bleibt irgendwie nur der Eindruck von Kälte und Dunkelheit.

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