Mittwoch, 25. April 2012

Ark Malikum (Kampf gegen die Verschwörer) – Andrew Peters

Gebundene Ausgabe

Mitten hinein in eine ganz andere Realität schickt Andrew Peters seine Leser. Es gibt keine Welt, sondern einen Wald, deren Bewohner ganz auf die Begebenheiten ihres Umfeldes ausgerichtet sind. Dem gegenüber stehen Mythen und Legenden, aber auch eine andere Welt, die nur aus Glas und Metall besteht.
Es ist also der uralte Kampf Gut gegen Böse und zwar auf eine Art und Weise, die mich erst einmal irritiert hat. Es wird übelst intrigiert, geprügelt und sogar gemordet. Blut und andere Körperflüssigkeiten, oder sollte ich besser Ausscheidungen schreiben, fließen, sprudeln, spritzen, und ich kann ein leichtes Ekelgefühl nicht verhehlen. Also sicherlich keine Geschichte für Feingeister. Aber für die ist sie wohl auch nicht gedacht. Nein, hier sind Jungs gefragt, die versuchen, ihren Platz in der Welt zu finden und mit den Dingen klar zu kommen, die nun einmal gerade angezeigt sind. Und wenn dazu eine Ausbildung als Klempner gehört, dann ist es eben so. Dabei geht der Autor durchaus reflektorisch vor und zeigt die inneren Konflikte des Hauptakteurs. Nicht unbedingt tiefschürfend, aber doch so, dass der geneigte Leser ein Bild vor Augen hat, das er nachvollziehen kann.

Sucht man unbedingt nach einer Botschaft in dieser Geschichte, hat man mehrere zur Auswahl. Einmal geht es sicherlich um den Erhalt er Natur. Aber da sind auch noch andere Töne, meiner Meinung nach. Denn es geht auch um Vorurteile, um die Gier, Machtbesessenheit, Unterdrückung.
Doch braucht es unbedingt eine Botschaft?
In erster Linie geht es doch bloß um einen Jungen, der durch einen Zufall in eine Geschichte stolpert, die ihn dazu zwingt, zum Helden zu werden. Und das ist wohl das Garn, aus dem gute Geschichten gestrickt sind, oder?

Der Charme der Geschichte hat sich mir erst nach und nach erschlossen, angefangen bei den kleinen Wortveränderungen bis hin zu dem Geplänkel zwischen den Akteuren und nicht zu vergessen die wirklich niedliche Liebesgeschichte.
Und langweilig wird es eigentlich nur, wenn man sich nicht hinein begibt in diese fremde, ferne Welt des Waldes.

Fazit?
Eine spannende Abenteuergeschichte für Jungen – oder für phantasievolle Menschen jeglichen Alters und beiderlei Geschlechts. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht!

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