Samstag, 21. April 2012

Dead Beautiful – Yvonne Woon

Gebundene Ausgabe (unkorrigiertes Leseexemplar)

Fast von der ersten Seite an hatte ich das Gefühl, diese Geschichte bereits zu kennen. So etwa: Harry Potter meets Twilight. Nur ohne Zauberer und Vampire. Und doch irgendwie ähnlich. Das fand ich eher langweilig und so kam Spannung auch nur sehr selten auf, wenn überhaupt eher gegen Ende. Denn da wird es definitiv anders.
Natürlich ist es ein Jugendbuch, und da kann man nicht unbedingt das erwarten, was man bei anderen Büchern als selbstverständlich voraussetzen kann. Aber trotzdem erschreckt mich immer wieder, wie unstimmig der Stil in solchen Büchern ist. Von hochpoetisch bis peinlich-simpel ist auch hier Alles vertreten, vieles wirkt gestellt hochtrabend, einheitlich ist das nicht. Und reißt mich auch immer wieder aus der Geschichte heraus. Ich stolpere einfach über so etwas.
Erschreckend finde ich dabei immer, dass die Autorin genug Menschen an ihrer Seite hatte, die es besser hätten wissen müssen. Parallelen zu ‚Starters’ drängen sich einfach auf.

Allerdings ist die Idee, die hinter dieser Geschichte steckt, wirklich gut und sogar irgendwie nachvollziehbar. Das hat Spaß gemacht. Hier durchbricht Fantasy beinahe die Grenze zur Realität und regt zum Nachdenken an. Denn ja, warum ist manches so, wie es ist? Könnte es eventuell tatsächlich so sein, wie die Autorin es beschreibt? Unglaubwürdiger als so manche Verschwörungstheorien und Weltuntergangsgeschichten ist es auf gar keinen Fall.
Genau das macht den Reiz dieses Buches für mich aus.

Fazit?
Als Erstlingswerk gerade noch erträglich, aber mit einer guten Idee. Mit der richtigen Unterstützung könnte aus Yvonne Woon eine durchaus gute Autorin werden. Immerhin kann sie ihre Phantasie mit Fakten belegen und erreicht damit eine gewisse Glaubwürdigkeit.
Ich hoffe nur, dass sie keine Fortsetzung plant, denn obwohl die Idee ein gutes Fundament bieten würde, wäre das doch übertrieben.

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