Donnerstag, 19. April 2012

Europatour auf 4 Pfoten – Antonio De Matteis

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Dies ist der erste Teil des Reiseberichtes und ich muss hier ausnahmsweise mal etwas zum Inhalt schreiben (mache ich ja sonst nicht!).

Antonio De Matteis macht sich im Jahre 2008 zusammen mit seiner Frau und drei Hunden auf den Weg, um per Fahrrad Europa zu umrunden. Und in diesem Reisebericht stehen die Erlebnisse und Ereignisse.
Warum machen die das?
Um auf das Leben der Straßenhunde hinzuweisen.
So einfach ist das.
So einfach ist das?
Nein, es ist überhaupt nicht einfach, denn die Menschen dieses Quintettes erleben das Leben wirklich von seiner Schattenseite. Im Stich gelassen von ihren Sponsoren, abgewiesen, vertrieben, am Rande der Gesellschaft lebend, zeigt sich, was wirklich dahinter steckt.
Wie ist es, wenn man ärztliche Versorgung braucht, aber die Versichertenkarte ist abgelaufen? Tja, Pech gehabt.
Wie ist es, wenn man, nachdem man seine Tagesstrecke geschafft hat, von dem ersehnten Rastplatz einfach willkürlich vertrieben wird?
Wenn Alles nass ist und kalt?
Am Anfang des Buches dachte ich ‚die armen Hunde’ und meinte die Vierbeiner. Am Ende tun mir die Menschen leid. Und da ist denn auch die Botschaft bei mir angekommen.

Natürlich gibt es auch gute Begegnungen, Menschen, die spontan helfen, gastfreundlich sind. Und wieder zeigt sich, dass die, die wenig haben, oft mehr geben als andere.

Natürlich ist dieser Reisebericht kein literarisches Wunderwerk, gerade die Zeichensetzung ist abenteuerlich. Aber Antonio De Matteis hat definitiv eine Botschaft, und die bringt er ohne Pathos rüber (bis auf wenige Ausnahmen). Und gut lesbar ist es auf alle Fälle.

Leider endet der erste Teil (gewollt) mit einem Cliffhanger, die Absicht ist klar. Aber hier heiligt der Zweck definitiv die Mittel ;)

Empfehlung?
Dieser Bericht kann durchaus Augen und Herzen öffnen. Mich hat er berührt und mir gezeigt, dass der innere Weg, auf dem ich mich befinde, doch nicht so verkehrt ist. Denn egal, wie gering die Tat ist, sie ist immer noch besser, als sich einfach abzuwenden.
So einfach ist das!

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