Mittwoch, 4. April 2012

Stadt, Mann, Kuss – Susan Mallery

Kindle

Dieses Buch hat Alles, was ein einfältiges Frauengemüt benötigt, um aus der Tristesse des Alltags zu entfliehen: eine sehr simple Handlung, gar fürchterbare Randgeschichten, die ständig wiederholt werden, weil die unaufmerksame Leserin sie sonst doch sofort wieder vergessen würde, einen wunderschönen Helden, göttergleich und doch von Selbstzweifeln zerfressen, eine hässliches-Entlein-das-zum-Schwan-wird Heldin und natürlich eine gehörige Portion Sex.

Ernsthaft, es ist unglaublich, wie hier nach einem Muster gestrickt wird, das natürlich millionenfach bewährt ist, aber selten habe ich es auf diesem Niveau erlebt. Stilistisch einwandfrei, habe ich mit einigen Würgeanfällen gekämpft, wollte mir mehrfach den kindle vor den Schädel schlagen, ihn sogar komplett entnervt an die Wand werfen. Ich tat es natürlich nicht.

Die Frage jedoch bleibt, wer so etwas liest und es auch noch gut findet.
Wie freudlos muss ein Leben sein, um an einem solchen Werk Gefallen zu finden? Wie ..., nein, ich möchte darüber keine Mutmaßungen anstellen.

Der Schluss hat mir gefallen, der hatte endlich das gewisse Etwas, das ich vorher nicht gefunden habe.

Empfehlung?
Es ist schlimm, dass solche Bücher ihre Daseinsberechtigung haben, denn die haben sie. Allerdings nicht für mich. Auch wenn ich ab und zu bei diesem Genre lande, bei dieser Autorin hoffentlich nicht noch einmal!

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