Samstag, 28. April 2012

Zorn: Tod und Regen – Stephan Ludwig

Taschenbuch

So, so, ein neues Ermittler-Duo betritt die deutsche Literaturbühne und Alle haben begeistert zu sein.
Aber wer sind die Zwei?
Auf der einen Seite ein Typ, der einfach gar keine Lust dazu hat, ein Polizist zu sein und lieber seine Zeit mit Rumhängen verbringt.
Auf der anderen einen hässlichen Stöpsel, der alle guten Eigenschaften und ungeahnte körperlichen Fähigkeiten in sich vereint.
Sicher, ihre Wortgefechte haben einen hohen Unterhaltungswert, aber reicht das?

Nein, es reicht mir nicht.
Denn was hat das Buch sonst noch zu bieten?
Ziemlich brutale Morde, eine ältere Geschichte, einen Psychopathen, einen Vater, der um seine Familie kämpft (habe ich jetzt zuviel verraten, sorry) und ein paar Randfiguren, die sich vielleicht irgendwann entwickeln, aber nicht hier und jetzt. Ach ja, und jede Menge Regen. Irgendwie hat es das Alles schon gegeben.

Was fehlt ist so etwas wie Tiefe, obwohl viel geschwafelt, angerissen wird. Ein Psychothriller ist das nicht, eher der Auftakt zu etwas, das sich vielleicht in weiteren Bänden zu etwas Gutem entwickeln kann (aber nicht muss).

Stephan Ludwig kann schreiben und er hat mit Zorn und Schröder zwei richtige Typen aus der Taufe gehoben. Nur fehlt in diesem ersten Teil noch eine ganze Menge, um wirklich gut zu sein.
So bleibt bei mir das Gefühl, das zwar Lust auf eine Fortsetzung besteht, aber als eigenständiges Buch hat dieses hier einfach nicht genug Fundament, um mich wirklich zu überzeugen. Ein Zwiespalt.

Fazit?
Nette Unterhaltung für zwischendurch, humorige Dialoge mit Überraschungen, aber wirklich fesselnd ist das nicht. Ich hoffe auf einen überzeugenderen zweiten Teil.

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