Dienstag, 8. Mai 2012

A long way down – Nick Hornby

Gebundene Ausgabe

Was schreibt man über ein Buch wie dieses? Hochgelobt von vielen Kritikern, begeistert gelesen von ganz vielen Menschen auf der ganzen Welt.
Es wird also wenig geben, was noch nicht gesagt bzw. geschrieben wurde. Und darauf werde ich wohl kaum kommen.

Zuerst hat mir gefallen, dass der Autor den Stil der vier verschiedenen Personen so konsequent durchzieht, ihnen wirklich eine eigene Stimme gibt, einen ganz eigenen Charakter. Das ist wirklich eine Kunst, denn viele Autoren schaffen es noch nicht einmal, ihren eigenen Stil durchzuhalten. Nick Hornby aber beherrscht gleich vier.
Überhaupt ist die Sprache ganz wunderbar.
Und witzig ist die Geschichte. Ich habe viel gelacht über diese vier Typen und ihren Hang zu Situationskomik und Streitereien.

Der Inhalt aber ist etwas schwierig zu beschreiben. Zwischen all der Komik ist eine Menge Ernst und Philosophie, die es manchmal etwas schmerzhaft machen. Wie ist das mit dem Leben, den Träumen, Wünschen und Vorstellungen, Zielen? Und warum scheitert man daran? Die große Sinnsuche, die dann doch ganz einfach ist?
Eine Botschaft hat das Buch auf alle Fälle: tausche dich aus mit anderen.
Denn auch, wenn es erst einmal sinnlos erscheint, man weiß nie, was sich daraus entwickelt.
Ich glaube, das ist das, was ich aus diesem Buch ‚mitnehme’. Auch wenn für mich ein Buch nicht unbedingt eine Botschaft haben muss.

Fazit?
Es hat mich gut unterhalten!
Wenn ich das jetzt so stehen lassen würde, wäre wohl so mancher entsetzt.
Aber genau das hat es. Es hat mich unterhalten, indem es mich teilhaben ließ an den Gedanken eines anderen Menschen. Und weil es mir allein von der Technik her sehr gut gefallen hat.
Und weil es sich so sehr von Thrillern, Jugendbücherschmacht und Liebesromanen unterscheidet. Es tut einfach gut!

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