Montag, 21. Mai 2012

Méto Das Haus – Yves Grevet

Gebundene Ausgabe

Ein Jugendroman, der sich durch seinen Stil von der Masse abhebt.
Geschrieben ist er in der Gegenwartsform, was ich überhaupt nicht mag. Statt ‚ich ging’ steht da ‚ich gehe’. Für mich persönlich müssen Bücher in der Vergangenheitsform geschrieben sein, punktum. Ausnahmen sind Epiloge, kurze Einschübe oder auch teilweise als Heraushebung der Dringlichkeit oder so. Aber ein ganzes Buch, puh, das empfinde ich als sehr störend.
Weiterhin ist die Sprache sehr einfach. Kurz und knapp, einfache Worte, nicht der Hauch von Poesie. Das jedoch passt gut zum Inhalt. Irgendwie ist Alles grau und trostlos. Das Haus eben.

Und inhaltlich?
Wieso haben alle Personen lateinischen Namen, nur Méto nicht? Diese Frage hat mich wirklich beschäftigt. Und diese Mischung aus absoluter Brutalität und seichter Pädagogik (lass uns drüber reden) verstehe ich auch nicht so ganz.
Yves Grevet hat eine Parallelwelt geschaffen, die ihre eigenen Gesetze und Regeln hat, teilweise unverständlich, teilweise kommt es mir bekannt vor. Man kann ahnen, worauf es hinausläuft. Irgendwie zuviel George Orwell, um wirklich neu zu sein.
Aber natürlich will ich wissen, wie es weitergeht.

Fazit?
Ein kleines Büchlein, das einen gewissen Reiz ausübt, mich aber nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen lässt.

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