Donnerstag, 21. Juni 2012

Bis(s) zum Morgengrauen – Stephenie Meyer


E-Book, Vampir-Liebesroman



Vor einiger Zeit las ich mal in dieses Buch, und es hat die erste-Seite-Hürde nicht geschafft. Dann sah ich den Film und damit war das Thema wirklich durch für mich. So etwas muss ich mir nicht antun, dachte ich und machte mich lustig über die ‚gefrusteten Hausfrauen’ und Teenies, die darauf standen.
Dann fiel mir das E-Book in die Hände und nun, nachdem ich ‚Elixir’ überlebt hatte, wollte ich mal sehen, wie weit ich noch Schmerzen ertragen kann. Es ist immer schön, wenn man total negativ an ein Buch herangeht.

Ich las also und las und las, und war erstaunt.
Nicht ein halbseichtes Teenie-Gewäsch ohne Tiefe dafür mit Klischees las ich da, sondern ein stilistisch gelungenes, zum Teil tiefschürfendes und rundum stimmiges Buch.
Und sie küssen sich doch, pah!
Jawohl, es ist zum Teil ziemlich erotisch, was diese Stephenie Meyer schreibt, auch ohne, dass jeder gleich in die Kiste hüpft. Und die Erklärung, warum es in diesem Buch nicht ‚zur Sache geht’, ist durchaus nicht moralisch sondern praktisch.

Am besten hat mir die selbstironische Ich-Erzählerin Bella gefallen, die im wahrsten Sinne des Wortes durch ihr Leben stolpert und herrlich kritisch mit sich selbst umgeht.
Das hat definitiv nichts mit der Verfilmung zu tun.
Und auch Edward ist ganz anders als dieser farblose Schauspieler, jedenfalls in meinem Kopfkino.

Natürlich könnte einem wie mir das ‚ich bin ein guter Vampir’-Getue ein bisschen auf die Nerven gehen, aber irgendwie ist es in dieser Geschichte stimmig.

Fazit?
Wieder mal eine positive Überraschung. Ich wünschte nur, ich hätte diesen unsäglichen Film nie gesehen. Eine humorige, romantische Geschichte und außerdem quasi die Urmutter der Teenie-Vampir-Geschichten.

Nächste Buchrezension:
Bis(s) zur Mittagsstunde – Stephenie Meyer
(das muss jetzt sein)

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