Freitag, 1. Juni 2012

Die Hüterin des Hauses – Anne Alexander

Kindle, Mystery (?)

Das einzige Gute an diesem Machwerk ist die Kürze.
Denn dadurch ist man relativ schnell durch. Länger hätte ich es auch nicht ertragen.
Die Geschichte ist dermaßen vorhersehbar und klischeehaft, dass ich schon nach wenigen Seiten wusste, worauf es hinausläuft.
Der Stil ist künstlich und gestelzt, es fehlt Inspiration und Esprit. Die Dialoge sind so abgegriffen, dass es schmerzt.
Die Charaktere sind leblos und höchstens eindimensional (geht das überhaupt?). So etwas wie Empathie fühlte ich nur einmal, aber selbst da war die Handlung noch nicht einmal ansatzweise eine Überraschung.
Fehler gibt es auch genug, um einen Lesespaß weitestgehend auszuschließen. Fehlende Worte, Anführungsstriche, die zu Verwirrung führen, ein paar Flüchtigkeitsfehler – insgesamt macht das einen sehr lieblosen Eindruck.
Überhaupt: diesem Geschreibe fehlt das Herzblut der Autorin. Oder sie hat es einfach nicht. Wer meint, zum Schriftsteller berufen zu sein, nur weil er mehrere Worte zu sinnvollen Sätzen zusammen fügen kann und sich dann uraltbekannten Klischees bedient, dem möchte ich raten, es doch lieber sein zu lassen. Oder sein Werk in einer Schublade verschwinden zu lassen.

Fazit?
Leider kann jeder das, was er irgendwann in den PC geprügelt hat, bei kindle veröffentlichen. Zum Glück muss man es nicht lesen. Ich habe es dennoch getan. Mea culpa!

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