Sonntag, 10. Juni 2012

Fünf – Ursula Poznanski



Gebundene Ausgabe (?), Thriller



Vor einiger Zeit habe ich mal ein Hörbuch über Geocaching gehört, da fand ich das zwar etwas anstrengend, aber doch interessant. Nach diesem Buch werde ich aber ganz bestimmt die Finger davon lassen.
Ja, Finger!
Genau, die Finger.

Bei Ursula Poznanski handelt es sich um eine in letzter Zeit hochgelobte Autorin, ich weiß gar nicht, wie oft ich in diversen Zeitungen über sie gelesen habe. Und das machte mich zwar einerseits neugierig, aber auf der anderen Seite schreckte mich das auch ab. Ich habe ein Problem damit, wenn alle Welt etwas gut findet.
Ich muss mir ein besseres GPS-System zulegen, denn:
Stil, Handlung, Aufbau der Geschichte, die (sehr sympathischen) Protagonisten, überhaupt Alles ist meiner Meinung nach wirklich sehr gut.
Von der ersten Seite an war ich gefesselt, den Schluss habe ich geradezu verschlungen, fasziniert von dem, was da vor sich geht. Das ist der zweite Thriller in der jüngsten Zeit, in dem sich das Feindbild ganz gewaltig wandelt (ich versuche wirklich, hier nichts zu verraten), und das gefällt mir sehr gut. Ich meine, wir kennen das doch: der Täter, der in seiner Kindheit missbraucht, religiösem Wahn ausgeliefert blablabla… Wie viele Thriller gibt es mit diesem ‚Täterprofil’? Tausende?
Auf der anderen Seite der hochintelligente Psychopath, der tut, was er tut, weil er es einfach kann. Aller Vorbild: Hannibal Lecter. Auch tausendmal abgekupfert.

Jetzt aber ändert sich was in der Thriller-Szene, und weil es noch neu und nicht abgegriffen ist, finde ich es richtig spannend.
Und seltsamerweise kann ich das (endlich) absolut nachvollziehen (nein, ich verrate nichts!).

Fazit?
Klare Leseempfehlung für alle Liebhaber des guten Thrillers.
Mehr gibt es dazu nicht zu schreiben (ohne zu viel zu verraten).



Nächste Buch-Rezension:
Der Junge im gestreiften Pyjama – John Boyne

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