Montag, 18. Juni 2012

Hexenfluch – Lynn Raven


Taschenbuch, Fantasy



Der Grund, warum ich mich nur schwer in dieses Buch hineinfand, ist die Uneinheitlichkeit in der Geschichte. Auf der einen Seite die traurig-tragische Geschichte des Kristen, auf der anderen die eher langweilige Ella. Dann wieder schlimme Brutalität, die mich persönlich auch eher nicht berührt hat, weil es hier schließlich um Dämonen geht, zumal ich so etwas auch nicht brauche. Und schließlich als Lachnummer Mikah, wenigstens gegen Ende.
Gut fand ich den Charakter Kristen, der war herausgearbeitet und stimmig. Alle anderen bleiben irgendwie platt.
Und der Schluss ist einfach nur doof-kitschig.

Oh, es gibt durchaus spannende Momente, das gebe ich gerne zu. Aber insgesamt fehlt mir das gewisse Etwas. So hatte ich eher den Eindruck, Lynn Raven verknüpft Altbekanntes neu, aber nicht zu neu. Ich habe bisher noch kein Buch von ihr gelesen, und trotzdem denke ich, sie hat ihr Schema F gefunden und nudelt das jetzt ab. Vielleicht tue ich ihr Unrecht, aber das ist mein Eindruck.

Außerdem hatte ich zwischendurch das starke Gefühl, eine schlechte Kopie von ‚Die schwarzen Juwelen’ – Reihe von Anne Bishop vor mir zu haben. Das hat echt genervt.

Und der Stil, nun, ich mag keine ständigen ‚Punkt-Punkt-Punkt’. Um Dichte zu erzeugen, gibt es bessere Mittel, als den Erzählfluss durch Punkte zu unterbrechen.

Fazit?
Unterhaltung mit Abstrichen, nichts, was mich wirklich berührt hat. Es gibt bessere Vertreter dieses Genres. Aber wohl auch schlechtere.

Nächste Buchrezensionen:
Fix und forty – Rhoda Janzen
(es darf gelacht werden!)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen