Samstag, 9. Juni 2012

Schwarzer Schmetterling – Bernard Minier



Audible, ungekürzt, gelesen von Johannes Steck



Dieser französische Thriller hebt sich sehr erfreulich von dem ab, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Gute Ausdrucksweise, gebildete Menschen, ausgefeilte Überlegungen, Spannung. Und dabei voller Überraschungen, auch im Epilog. Das hat Spaß gemacht. Auch sind die Charaktere erstaunlich sympathisch und insgesamt wenig stereotyp.
Ein bisschen hat mich dieses Buch an ‚Das Schweigen der Lämmer’ und an ‚Die purpurnen Flüsse’ erinnert, nicht unangenehm, aber irgendwie mit Wiedererkennungswert. Aber vielleicht sollte man die Schubladen auch einfach zu lassen und ‚Schwarzer Schmetterling’ so nehmen wie es ist, nämlich: Bernard Minier hat einen richtig guten Thriller geschaffen, der keine Massenunterhaltung ist.

Johannes Steck liest sehr gut, ohne zu schauspielern, aber mit einem starken Gefühl für Spannung. Da wird er so schnell, wie man als Leser wohl auch lesen würde. Jedoch nicht undeutlich. Gefallen hat mir auch sein Umgang mit den französischen Namen. Kein Zögern war zu hören. Das habe ich leider schon anders erlebt. Aber nicht hier. Danke!
Und falls sich jemand fragen sollte: ‚Heidi’ wurde nicht von Johannes sondern von Johanna Spyri geschrieben ;)

Fazit?
Es lohnt sich für jeden, der gerne gute Thriller mit Niveau hört. Andere könnten von dem Fehlen bestimmter Muster abgeschreckt sein.





Nächste Hörbuch-Rezension:
Stein und Flöte – Hans Bemmann
Audible, ungekürzt, gelesen von Oliver Rohrbeck
(Das wird dauern! Ich sag nur ‚42 Stunden’!)

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