Freitag, 8. Juni 2012

Super Daddy – Sören Sieg



Taschenbuch

Wenn man bei diesem Buch nach dem Klappentext geht, nun, dann wird man wohl eher auf den falschen Weg gelockt. Weder holt Philipp seine Tochter von der Polizei ab, noch sucht er bei seinem Sohn nach Läusen. Und von Oralsex gibt es auch nichts zu lesen. Zum Glück.
Wer schreibt eigentlich solche Texte?

Warum auch?
Immerhin ist genug in dieser Familie los, alle haben ihre Macken, und alle werden mit so viel Liebe beschrieben, dass mir das Herz mehr als einmal aufging. Dieser tägliche Wahnsinn in einer fünfköpfigen Familie, man kann sich einfach nur wegschmeißen vor Lachen. Und Sören Sieg kann mit Worten umgehen. Gezielt setzt er Wiederholungen ein, um ein Bild zu zeichnen, dass man sich sofort vorstellen kann. Ja, man ist direkt drin im Geschehen und stolpert beinahe über liegengebliebene Schuhe.
Auch die Seitenhiebe auf bekannte Persönlichkeiten (wahrscheinlich völlig unbeabsichtigt, ha ha) machen gute Laune.
Zuerst hatte ich ein kleines Problem mit dem Tempo der Erzählung. Hals über Kopf ist man mitten im Geschehen und wird von einer Pointe zur nächsten geprügelt und mit Personen geradezu überflutet. Dann allerdings klärt sich der Blick ein bisschen und das rasante Tempo ist mehr als angemessen.

Fazit?
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten.
Auch ohne Oralsex!
Sören Sieg ist definitiv kein Dummschwätzer und bietet mit diesem Buch neben viel Humor auch sehr viel Tiefe. Davon hätte ich gerne mehr.

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