Dienstag, 25. September 2012

Der will doch nur spielen – Meg Cabot


Taschenbuch, Brief(?)komödie



Ich habe dieses Buch nicht wegen des Covers gekauft, obwohl der Hund ein bisschen niedlich ist (nur ein bisschen, weil er ein rosafarbenes Halsband trägt, obwohl man genau sehen kann, dass er ein Rüde ist, jawoll!).
Ich habe dieses Buch nicht gekauft, weil mir die ersten Sätze so gut gefallen haben, ich habe nämlich noch nicht einmal reingeschaut.
Ich habe dieses Buch aus einem einzigen Grund gekauft: es ist von Meg Cabot! Und wenn ich eine Autorin für leichte, lustige Unterhaltung schätzen gelernt habe, dann ist es ebendiese.

Der Schock kam genau in dem Moment, als ich das Buch aufschlug: es ist ein so genannter Briefroman. Kennen wir alle aus der Schule, nämlich ‚Die Leiden des jungen Werthers’. Also hockt sich da einer (oder auch mehrere) hin und schreibt Briefe, respektive heutzutage eher E-Mails und so, verpackt in dem Geschreibe eine Handlung, die gänzlich ohne Orts- oder ähnlichen Beschreibungen auskommt (kann auch ein Vorteil sein), dafür aber ständig über irgendetwas lamentiert, was gerade geschehen ist, also in der Vergangenheit und nicht jetzt im Moment.
Während aber niemand dem ollen Werther mal so etwas schreibt wie ‚jetzt geht ersteinmal kräftig einen saufen, damit du wieder klar kommst’, ist diese Version des Briefromans ein klein wenig dynamischer. Eigentlich sehr viel dynamischer. Oder um es auf den Punkt zu bringen: die 470 Seiten lasen sich wie im Flug und eine Unterbrechung habe ich nur selten geduldet (nein, ich schleppe meine Bücher nicht mit auf die Toilette). Und während der meisten Zeit habe ich innerlich gegröhlt vor Lachen. Weil diese E-Mails, Chats, Gesprächsprotokolle und Tagebucheinträge (auf Speisekarten zum Beispiel) so pointiert, so bildhaft und unglaublich amüsant sind, wie ich es selten erlebt habe. Spannend ist auch das Herausarbeiten der Hauptpersonen, die ja durch sich selbst beschrieben werden.
Frauenromane sind fast immer leichte Unterhaltung mit vorhersehbarer Handlung und stereotypen Figuren, aber durch diesen äußeren ‚Kniff’ und dem inneren Niveau (sprachlich absolut überzeugend und eine Wohltat) ist dieser Frauenroman ein absolutes Highlight!

Merke: wenn ‚Meg Cabot’ draufsteht, ist es egal, ob es um Geister, Vampire oder New-Yorkerinnen geht, ich freue mich auf wunderbare Stunden!

Fazit?
Hab ich doch schon geschrieben: absolute Leseempfehlung!


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