Freitag, 5. Oktober 2012

Supergute Tage – Mark Haddon


CD, gekürzt, gelesen von Rufus Beck, Roman



Rufus Beck hat es geschafft, seine Stimme fast durchgängig beinahe völlig emotionslos zu halten, dafür meinen vollsten Respekt. Das allerdings führt dazu, dass man die die Gedankenwelt von Christopher Boone tiefer gezogen wird, als ich persönlich es gut fand. Dieses relativ stumpfe Auflistung der Ereignisse, die Abkehr vom Bezug zu anderen Menschen hat mich an manchen Stellen so sehr schockiert, dass ich regelrecht wütend wurde auf diesen ‚Jungen’, der wenig sieht außer sich selbst.
Die Eltern taten mir leid.

Es ist eine eindringliche Geschichte mit einer gewissen Situationskomik und auch erhellenden Momenten und kann durchaus dazu anregen, mal über sich selbst nachzudenken. Wie gehe ich mit Menschen um, ist zum Beispiel eine Frage, die sich stellen könnte. Oder auch, wie nah man jemanden an sich heran lässt.

Fazit?
Wieder einmal ein Buch, dass dem Leser trotz spezieller Thematik durchaus den Spiegel vorhalten kann. Deshalb sehr interessant.

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