Montag, 26. November 2012

Die Mission (Department 19) – Will Hill


Audible, ungekürzt, Vampire, gelesen von Dietmar Bär



In letzter Zeit bin ich häufiger über dieses Buch gestolpert, habe auch ein paar Rezensionen gelesen und das hat mich insgesamt sehr neugierig gemacht.
Zwei Dinge sind mir auf den ersten Blick aufgefallen: Für das Wort ‚Blut’ wird der Autor wohl ein Tastenkürzel verwendet haben, sinnvoll wäre es gewesen, so oft, wie dieses Wort benutzt wird. Und zweitens ist dies definitiv der erste Teil von etwas.

Zum Blut!
Es läuft in Strömen, es tropft und spritzt (gerne auch zusammen mit Körperteilen). Natürlich ist das ein bisschen ekelig, aber Moment mal, es geht schließlich um Vampire (und zwar um die gar nicht nette Sorte) und was soll da fließen und tropfen und spritzen? Milch?
Wer also nicht einen gewissen Ekelfaktor ertragen kann, der ist hier falsch.
Und damit ist es meiner Meinung nach auch eher bedingt für Jugendliche geeignet.

Zum ersten Teil!
Obwohl die Geschichte in sich abgeschlossen erscheint (auf den ersten Blick), werden natürlich Fährten für die Zukunft gelegt. Außerdem ist das Tempo, trotz sehr vieler spannender Stellen, doch durch einige Rückblicke, die dann auch noch aufgesplittet werden, ein wenig gebremst. So ergibt sich allerdings ein rundes Bild und das ist für eine Geschichte immer gut.

Möchte ich die Fortsetzung lesen?
Ja, ich glaube schon

Zur Spannung!
Natürlich ist die Handlung spannend. Auch wenn das Schwelgen des Autors in blutigen Szenen manchmal ein wenig, nun, ich fand es öde. Aha, da wird mal wieder eine Kehle herausgerissen, oh, da spritzt mal wieder der Vampir durch die Gegend. Insgesamt ist es aber eine gut durchdachte Geschichte mit ein bisschen Verschwörung und Geheimnissen. Auch fand ich den Ansatz der Geschichte gut, nämlich als Grundlage der ‚Realität’ Personen zu benutzen, von denen wir alle wohl schon gehört haben.
Ob der ‚Diebstahl’ dieser Charaktere statthaft ist, darüber kann man streiten, ich finde es als Basis durchaus gut.
Außerdem macht es Spaß, Bekanntes neu interpretiert zu bekommen.

Die Vampire!
Hey, ich kenne mich mit Vampiren aus, ich habe genug über sie gelesen. Aber was ist das? Ärmlich gekleidete Vampire entsprechen nicht der gängigen Vorstellung. Also etwas Neues.
Dagegen kennen wir inzwischen natürlich alle die Vampire, die nicht zu Bestien werden wollen. Und die, die es einfach sind.
Und so vermischt sich auch hier Bekanntes mit Neuem, das gefällt mir und macht neugierig auf mehr ‚Informationen’.

Was mir fehlt!
Obwohl die Gefühlswelt der Protagonisten bis ins kleinste Detail (nicht negativ gemeint) ausgebreitet wird, sprang bei mir der Funke nicht über. Ich weiß nicht, woran das liegt, vielleicht an der Auswahl der Personen. Das ist aber insgesamt schade.

Der Vorleser!
Dietmar Bär liest gut und professionell, da gibt es nichts zu meckern.

Die Musik!
Was um Himmels Willen soll das? Erstens fand ich nicht, dass sie zur Handlung passt, und zweitens hat sie mich dermaßen irritiert, dass ich mich jedes Mal wild umgeblickt habe, weil ich nicht wusste, wo sie her kommt. Ich brauche so etwas definitiv nicht.

Fazit?
Gut gemachte Vampirunterhaltung mit neuem Alten und interessanten Ansätzen. Süchtig nach der Fortsetzung bin ich jedoch nicht geworden.

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