Freitag, 28. Dezember 2012

Ausgefressen – Moritz Matthies


CD, gekürzt, Komödie, gelesen vom Christoph Maria Herbst



Wäre die Hauptperson nicht ein Erdmännchen, wäre die ganze Geschichte nur ein weiterer Roman, in dem sich Männer zum Affen machen.
So finden sich zwar alle Merkmale wieder, die man aus ‚Vollidiot’ und Konsorten kennt, aber das Ganze bekommt noch einen Hauch mehr Absurdität mit einem Stückchen phantasiegeladenen Niedlichkeitsfaktor. Denn immer, wenn ich mich daran erinnerte, dass Ray ein Erdmännchen ist, flossen die Lachtränen umso heftiger. Ich sage nur Kaffeetasse und die Sache mit dem blauen Sofa!
Was für eine wunderbare (unterirdische) Welt kredenzt uns Moritz Matthies, mit, nein, ich verrate nichts.

Natürlich liest Christoph Maria Herbst gut, verleiht allen Beteiligten entsprechende Stimmen und ist stellenweise wunderbar atemlos. Allerdings hat er auch eine typische Stimme, die die Klischees in diesem Roman doch allzu deutlich werden lassen und damit den direkten Vergleich mit anderen von ihm gelesenen Werken beinahe penetrant wirken lasen. Das ist schade und erinnert mich ein wenig an Rufus Beck, bei dem ich leider auch irgendwann immer nur noch an Harry Potter denken konnte, egal, welches Buch er gerade las.

Fazit?
Durch seinen anderen Blickwinkel und die phantastischen Elemente (ich nenne das jetzt einfach mal so, was da bei den Erdmännchen abgeht) war es für mich ein ganz besonderes Hörerlebnis, das mein Kopfkino so richtig in Schwung gebracht hat.

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