Freitag, 28. Dezember 2012

Bekenntnisse eines Serienjunkies – Jochen Till


eBook, Dokumentation-Unterhaltung



Inhalt
In diesem Buch beschreibt Jochen Till 25 Serien und seine dazugehörenden Eindrücke und Meinungen.

Meine Erwartungen
Eine Auflistung von Serien finde ich deshalb interessant, weil ich selber mein Leben lang Serien geschaut habe. Und vielleicht sind ja auch meine Lieblingsserien dabei!?

Was wirklich geschah
Nach einer kleinen Einleitung – hierbei besonders eindrucksvoll: Was macht eine gute Serie aus – stürzt sich der Autor in seine Lieblingsserien und bereitet sie mit netten Anekdoten aus seinem Leben auf. Das lässt sich gut lesen, ist sehr humorvoll und insgesamt rund. Viele Serien kenne ich nicht, manche liebe ich ebenfalls (oder habe sie geliebt, denn auch ich habe so meine Zweifel, ob ich ‚Akte X’ heute noch so toll finden würde).

Aber
Da ich viele Serien nicht kenne, galt mein besonders Augenmerk natürlich denen, die ich kenne und selber mag. Dabei fiel mir gleich in der Inhaltsangabe ‚True Blood’ auf, denn dies ist meine absolute Lieblingsserie. Aber was ist das? Jason Stackhouse (übrigens, kleiner Druckfehler im Werk) als ‚Helden’ zu sehen, wenn man doch die Wahl hat zwischen Bill und Eric, auf so eine dämliche Idee kann auch nur ein Mann kommen. Dafür gibt es glatt einen Punktabzug!
Spaß beiseite. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung (außer, was ‚True Blood’ betrifft!). Es ist natürlich ein sehr subjektives Buch. Und manchmal schmerzt es. Ehrlich. ‚The Killing’ zum Beispiel habe ich in der Originalfassung aus Dänemark gesehen und fand es klasse. Was braucht es da eine amerikanische Version? Zumal der Autor auch im Kapitel zu ‚The Office’ gerade über die Plagiate ‚ablästert’. Aber die Amis können es wohl immer besser, oder? ;)
Wer den Film ‚Nightshift’ kennt, weiß, dass dem nicht so ist.
Menno!
Die Versöhnung kam bei ‚Glee’. Denn ja, wir lieben ‚unsere’ Serien aus den unterschiedlichsten Gründen, aber vor allem, weil sie bestimmte Knöpfe in uns drücken. Es sind Gestalten, die wir vielleicht gerne als Freunde in unser Wohnzimmer einladen würden, die wir als Nachbarn hätten/haben und sie sind langlebig. Man verfolgt ihr Leben über viele Jahre, erkennt Entwicklungen, sehnt sich nach bestimmten Szenen und Verwicklungen.
Äh, wo war ich?

Meine Meinung
Der locker-flockige Ton ist sehr unterhaltsam, die Geschichten am Rande informativ und auch sehr persönlich. So erfährt der Leser nicht nur über die Serien einiges, was er vielleicht gar nicht wissen will (oder bei dem er anderer Meinung ist)(Mist, ich komme nicht über die Sache mit ‚True Blood’ hinweg, ausgerechnet Jason, also wirklich), sondern auch über den Autor. Aber wir werden halt durch Serien geprägt. Jeder kennt solche Geschichten. Warum denke ich jetzt bloß an ‚Die Waltons’? Hey, wir haben damals jeden Sonntag vor dem Fernseher gesessen, die ganze Familie. Wir haben das toll gefunden. Doch vor ein paar Jahren sah ich mal wieder eine Folge und das hat einen ziemlich starken Brechreiz verursacht, meine Güte, was für ein Geseiere!
Also entwachsen wir auch den Serien. Was erklärt, warum ein richtiger Serienjunkie immer Nachschub braucht.

Meine Erfahrung
Nachdem ich dieses Buch angefangen habe zu lesen, musste ich ersteinmal ‚Torchwood’ und ‚Dr. Who’ schauen. Jochen Till hat mich geradezu ‚angefixt’. Serien machen Spaß. Gerade weil…
Nein, genug damit.

Fazit?
Ein wirklich gut geschriebenes, informatives und unterhaltsames Buch, das unter anderem auch erklärt, warum wir Alles stehen und liegen lassen, wenn ‚unsere’ Serie läuft. Und das uns gute Ausreden dafür gibt.
Allerdings graut mir vor der Fortsetzung, denn ich will gar nicht wissen, was der Herr Autor über ‚Torchwood’ zu schreiben hat!

Ich danke bloggdeinbuch und dotbooks für das Rezensionsexemplar. Bestellt werden kann es hier!

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