Dienstag, 15. Januar 2013

Knochenbrecher - Chris Carter


Taschenbuch, Thriller



Leider hat sich für mich das Genre Thriller mal wieder abgenutzt, und so halte ich 'Knochenbrecher' zwar für einen guten Thriller, aber der Reiz des Neue, wie er mir noch bei 'Der Kruxifix-Killer' geboten wurde, hat sich stark reduziert. Im Grunde geht es hier streckenweise nur darum, Grausamkeiten und Brutalitäten mit einer gewissen psychologischen Einheitsmatsche zu überziehen, ein wenig Spannung hinzu zu geben und dem Leser damit in Angst und Schrecken zu versetzen. So bleibt bei mir der Eindruck des Konstruierten und des Bedienen eines allgemeinen Geschmacks.
Auch die Protagonisten interagieren nicht so, wie sie es in den vorherigen Teilen dieser Serie getan haben, sondern werden reduziert auf Funktionalität. Waren sie mir vorher sympathisch, so sind sie hier teilweise einfach nervig.
Einziger Lichtblick hätte das Auftauchen einer Person sein können, die in ihrer moralisch-unmoralischen Denkweise schon einmal für einen 'Kick' gesorgt hat. Doch macht Chris Carter nichts aus dieser Figur und lässt mich in einem sehr widersprüchlichen Zustand zurück, der sich aus einer Formulierung ergibt.
Insgesamt wird man hier mit Durchschnitt abgespeist, eine Masche, die immer wieder wiederholt wird und damit wohl nur solche Leser bedient, die dieses Genre in all seinen Facetten, oder seiner strikten Regeln, immer und immer lesen wollen.

Fazit?
Enttäuschendes Mitttelmaß.

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