Montag, 11. März 2013

Ich lebe, lebe, lebe – Alison McGhee


Taschenbuch, Roman



Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt.

Stilistisch gesehen finde ich es einzigartig, denn die ständigen Wiederholungen, erst befremdlich zugegeben, bilden am Ende genau das Bild, das die Autorin erreichen wollte. Eindringlichkeit, tiefe Gefühle, Bewegendes – das Alles wird durch eine Art Mantra erreicht.

Die Handlung als solche spielt für mich nur eine zweitrangige Rolle, hier geht es nicht um Action, sondern um ein Innenleben. Und um Erinnerungen. Und um Abschied. Was kümmert da die Handlung?

Die Botschaft, nein, das ist das falsche Wort, ich nenne es den Inhalt, der hier beschrieben wird, ist für jeden, der sich in einer ähnlichen Situation befunden hat, absolut nachvollziehbar. Und damit fasst Alison McGhee das in Worte, was eigentlich ohne Worte ist. Trauer ist nicht nur traurig, sie ist auch Zorn und Angst und Verlassensein, Eingesperrtsein, Hoffnung und Verzweiflung. Und sie ist auch Leben. Und Loslassen. Und Festhalten.

Es so in einem Buch zu lesen, hat mich sehr berührt, denn es erscheint mir fast, als hätte endlich jemand artikuliert, wie es…
Ich habe geweint, nicht wegen Ivy oder Rose, sondern wegen meiner Steine im Schuh.

Fazit?
Ein Buch für diejenigen, die verstehen wollen. Ob nun, weil sie sich damit auseinandersetzen wollen oder es müssen.

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