Freitag, 22. März 2013

Outlaw – Lee Child



Taschenbuch, Roman



Zum Inhalt:
Jack Reacher ist der absolut Coolste!
Kaum in einer neuen Stadt angekommen, soll er eine seiner eisernen Prinzipien brechen. Hätten sie ihn doch einfach essen und trinken lassen, aber nein, mal gerade einen Kaffee darg er runterstürzen, dann geht es zurück.
Aber Jack Reacher geht nie zurück. Er geht immer vorwärts.
Pech für Despair.

Zum Charakter:
Jack Reacher ist eine Art Einzelkämpfer für die/seine Gerechtigkeit. Er ist groß, stark, gut ausgebildet und hat einfach keine Hemmungen, wenn es darum geht, die bösen Jungs aufzumischen. Leider führt das zu einer gewissen Brutalität, aber gerade das gefällt mir sehr gut. Keine unnütze Gewalt, sondern wohlgezielt und angemessen. Immerhin warnt er seine Gegner, häufig auch mehrfach, aber sie wollen einfach nicht zuhören (oder glauben).
Pech für Despair.

Der Stil
Im ersten Teil der Jack-Reacher-Reihe schreibt Lee Child in der Ich-Perspektive und mit sehr kurzen, sehr abgehackten Sätzen. Das hat mich zuerst gestört, dann fasziniert.
Von diesem Stil ist in ‚Outlaw’ (dem 12. Teil) nur noch wenig übrig geblieben. Der allwissende Schreiber schreibt, die Figur agiert. Allerdings beschreibt Lee Child mit fast minutiöser Akribie, sodass es mir leicht gefallen ist, die Abläufe bildlich vor Augen zu haben. Wenig Raum für eigene Phantasie!?
Warum sollte man den haben, es geht um die Geschichte, um eine Botschaft, um ein Lebensgefühl.

Das Lebensgefühl
Einfach losgehen, mit in bisschen Geld in der Tasche, einer Kreditkarte und einer Zahnbürste. Kein Gepäck, kein Ballast, nur ein Ziel. Jack Reacher wäscht seine Kleidung nicht, er entsorgt sie regelmäßig. Keine Verpflichtungen, bis auf die der eigenen Moral.

Die Botschaft
In ‚Outlaw’ geht es ein bisschen politisch unkorrekt zu, die Kritik an den USA und ihrer Auslandspolitik sind harsch, aber durchaus nachvollziehbar. Und Jack Reacher steht zu seinen Ansichten, taktiert aber vorsichtig, um sie ‚durchzusetzen’. Das macht sympathisch und eindringlich.
Auch gefällt mir, dass dieser Held zu seinen Ansichten ohne wenn und aber steht. Und sie nicht aus den Augen verliert.
Jack Reacher geht seinen Weg vorwärts und nicht zurück.

Die Geschichte
Meine Güte, geht es wirklich um Religion, Desertion, Müllentsorgung?
Nein, es geht um Jack Reacher!

Fazit?
Ein wunderbar unterhaltsamer Roman, spannend und interessant (auch die eigene Reaktion auf manche Vorkommnisse), ein toller Protagonist – mehr kann man einfach nicht erwarten.

Ich danke bloggdeinbuch und dem Blanvalet-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
Bestellt werden kann das Buch hier

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