Donnerstag, 4. April 2013

52 Bücher – 11. Woche


Thema:
liebstes Kinderbuch
bzw.
Ein Buch, das man als Kind geliebt hat
bzw.
Welche_r Autor_in hat Dich in Deiner Kindheit am meisten beeindruckt, sprich: Welche Bücher hast Du damals unter der Bettdecke verschlungen? (Ich musste nie unter der Bettdecke lesen ;))

Oha, das hatte ich doch schon mal, wenn auch in einem anderen Zusammenhang. Nun gut.

Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem immer gelesen wurde und in dem Bücher immer eine wichtige Rolle gespielt haben. Deshalb hatte ich als Kind natürlich schon viel Kontakt zu Geschichten in Form von Bilderbüchern, erzählten Märchen, Hörspiel-Schallplatten und natürlich Büchern, die ich bald selbst lesen konnte.

Doch was mir immer in Erinnerung bleiben wird, sind die abendlichen Lesungen meiner Mutter für meinen Bruder und mich. Und da gab es die Urmel-Bücher von Max Kruse.
Was muss sich meine Mutter da oft gequält haben, aber sie hielt tapfer durch, bis zum achten Band, meine ich. Den neunten las ich dann selbst für mich alleine.

Ich hätte sie damals schon alle allein lesen können, aber mein Bruder nicht. Deshalb las meine Mutter uns vor. Jeden Abend ein bisschen, wahrscheinlich immer nur ein Kapitel, ich weiß es nicht mehr.

Manchmal frage ich mich, ob es die Erinnerung an diese ‚Idylle’ war, die mich heute noch Hörbücher hören lässt, lieber als alle Hörspiele, weil sie dieses alte Gefühl von, ja, was? ‚Glückliche Kindertage’ trifft es wohl am besten.

Kinderbücher und Vorlesen, das gehört einfach zusammen, und so schön es auch ist, selbst entscheiden zu können, was und wie viel man liest, wann und wo sowieso, so schön sind die Erinnerungen an eine Zeit, in der es einfach dazu gehört hat, jeden Abend ein paar Minuten Mamas Stimme zu lauschen, die eine phantastische und lustige Geschichte vortrug (manchmal bestimmt mit einem Knoten in der Zunge), die von sprechenden Tieren und einem Paradies handelt.

Und heute?
Es gibt die Urmel-Bücher von Dirk Bach gelesen, nicht alle, leider. Aber wenn ich ‚Urmel aus dem Eis’ höre, dann ist das schon ein wenig so, als wäre ich wieder Kind, voller gespannter Erwartung, bereit, zu lachen und mitzufiebern, zu staunen und zu träumen.

‚Ich will auch eine Mupfel haben!’

:wave:

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