Freitag, 26. April 2013

Bettler und Hase – Tuomas Kyrö


Gebundene Ausgabe, Roman



Ich mag skandinavische Bücher, stelle ich nun immer wieder fest. Und die finnischen sind da noch mal eine Klasse für sich. So wie ‚Bettler und Hase’, das mich völlig überzeugt hat. Zum einen, weil die Geschichte so wundervoll abgedreht ist, die Protagonisten ein wenig surreal daher kommen und insgesamt so etwas wie ein Märchen erzählt wird.
Natürlich gibt es auch ein gewisses Maß an gesellschaftlicher Kritik, die aber so lapidar eingeflochten wird, dass sie der Schönheit der Erzählung nicht in den Weg kommt.

Der Stil ist zum Teil simpel, weil es die Personen sind, zum Teil sehr poetisch, auch das, weil die Personen so sind und das sehen, um das es geht. Ein wenig irritierend fand ich die Kursivschrift, weil ich da nie so richtig wusste, ob Vatanescu das nur denkt oder wirklich ausspricht. Das ergibt sich oft nur aus den Erwiderungen der anderen.
Witzig fand ich auch die Idee, Memoiren eines Mannes einzufügen, die fast so klingen wie ein Verhörprotokoll. Absolut angemessen.

Auch gefallen mir die vielen Lebensgeschichten, die hier erzählt werden.

Fazit?
Ein Buch, das mich gut unterhalten hat, nicht, weil der Inhalt so spannend ist, sondern weil ich in eine andere Welt voller philosophischer Gedanken eintauchen durfte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen