Mittwoch, 29. Mai 2013

Der Totenkünstler – Chris Carter


Taschenbuch, Thriller



Natürlich hat auch dieser vierte Teil der Robert-Hunter-Reihe seine spannenden oder zumindest interessanten Momente, aber so wirklich fesselnd fand ich ihn nicht.
Denn es nutzt sich der Ausdruck ‚so etwas Schreckliches hatten sie noch nie gesehen’ irgendwann extrem ab, wenn er in jeder Beschreibung eines Tatortes geradezu inflationär benutz wird. Schließlich waren die Mörder in den anderen Teilen auch nicht zimperlich, wenn auch vielleicht nicht so ‚unsauber’. Aber um Himmels Willen, und mal ehrlich, mein Kopfkino hat mir keine schrecklicheren Bilder gezeigt. Es ist ein Thriller. Da rechnet man mit den abartigsten Dingen. Und die moralische Empörung kommt eher aufgesetzt rüber.

Nein, Chris Carter liefert einfach reißerische Unterhaltung auf stilistisch gutem Niveau, vielleicht mit dem einen oder anderen Überraschungsmoment. Aber wirklich neu und faszinierend ist da meiner Meinung nach nichts mehr.

So lange sich Thriller nur noch damit hervortun, dass der Autor bloß neue Varianten des Tötens erdacht hat, die dann auch nur noch in Kleinigkeiten variieren, verliere ich die Lust.
Denn selbst die psychologische Seite ist am Ende doch wieder nur die Wiederholung von Bekannten.

Fazit?
Wie schon beim dritten Teil: ich brauche keinen weiteren Thriller von Chris Carter!

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