Dienstag, 21. Mai 2013

Der Übergang – Justin Cronin


Gebundene Ausgabe, Roman



Dieses Buch passt in keine Schublade, jedenfalls in keine, die so richtig passen würde, finde ich. Anfangs hätte ich es unter Wissenschaftsthriller eingeordnet, dann in Dystopie, am Ende in Abenteuerroman. In der Stadtbibliothek meines Vertrauens steht es unter dem Begriff Horror und ich bin auch schon über die Bezeichnung Vampirroman gestolpert.

Was auch immer es ist, es ist vor allem ein sehr umfassendes Werk mit viel Liebe zum Detail. Lebensgeschichte werden zuhauf wiedergegeben, schreckliche viele Personen tauchen auf, spielen eigentlich nur am Rande eine Rolle, weshalb sie auch bald wieder verschwinden. Eine seltsame Sache. Und so ist es auch mit der Handlung, interessant, langweilig, verworren, klar, alles bunt durcheinander.

Was mich aber beeindruckt hat, ist der Grundgedanke der Geschichte. Justin Cronin schafft ein Phantasiereich, ohne phantastisch zu sein. Wissenschaft, logische Konsequenzen und das, was so sein kann, weil es ist, wie es ist. Und doch, hinter all dem ist etwas Mystisches, was nicht greifbar, aber auch nicht von der Hand zu weisen ist. Ich habe definitiv noch kein Buch wie dieses gelesen.

Stilistisch ist es ein sehr sorgfältiges Buch, in dem der Autor mit Stilmitteln spielt, sie aber so gezielt einsetzt, dass sie nie übertrieben wirken. Es ist einfach ein rundes Gesamtpaket aus Sprache und Geschehen.

Fazit?
Ein durchaus faszinierendes Werk, das mir viel Geduld abverlangt hat. Aber es lohnt sich durchaus.

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