Montag, 24. Juni 2013

52 Bücher - 23. Woche


52 Bücher


Nun, diese Woche gibt es ein Thema, das mir ein paar Schwierigkeiten verursacht. Es ist: Ein Buch eines Autors, dessen Werke von den Nationalsozialisten verbrannt wurden und/oder der vom Regime verfolgt wurde.

Nun rege ich mich generell über Bücherverbrennungen auf (obwohl es das ein oder andere gibt, das ich, nun, lassen wir das), da es das Zeichen für eine Diktatur ist. Denn wenn jemand meint, Bücher, und damit die Gedanken eines anderen Menschen, verbrennen zu müssen, dann ist das schon eine ziemlich undemokratische Handlung. Und der Schritt, auch anderes verbrennen zu wollen, ist gar nicht so groß.
Aber es geht um das Theam, und das liebe Fellmonsterchen hat auch ein paar 'Listen' verlinkt. Und siehe da, ich oute mich jetzt mal als absoluten Unwissenden. Ja, ich gebe es zu, ich habe zwar in der Schule einige Klassiker lesen müssen, aber was die verbrannten Bücher betrifft bin ich total unwissend. Da kann ich höchstens noch 'In einem anderen Land' von Ernest Hemingway anführen, das ich vor über dreißig Jahren im Englischunterricht gelesen habe.

Allerdings habe ich die Bücher einer Frau gelesen, als Kind, also noch länger her, und über die möchte ich hier berichten.
Es geht um Else Ury, die Frau, die die Nesthäckchen-Bücher geschrieben hat. Ihre Geschichte finde ich deshalb so tragisch, weil sie im Grunde ihres Herzens, und auch nach außen hin, genau dem entsprach, was die Nationalsozialisten wollten. In ihren Büchern beschreibt sie die heile, bürgerliche Welt, die patriotisch und obrigkeitshörig ist. Doch sie war Jüdin, und als solche hatte sie eben keine Chance. Hier der Wikipedia-Eintrag

Ich habe drei Bücher über Nesthäckchen gelesen, immer und immer wieder, ich habe sie als Kind wirklich geliebt. Vielleicht gerade weil es so idyllisch war. Und in manchem so fremdartig. Und so liebevoll.

Bei Else Ury zeigt sich der voller Wahnsinn solcher Systeme.


:wave:

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