Montag, 3. Juni 2013

Westend Blues – Helmut Barz


Taschenbuch, Krimi



‚der ich einen Mordsspaß wünsche!’

Ich habe dieses Buch beim Weihnachtswichteln 2012 gewonnen und hatte mich damals sehr darüber gefreut – wann gewinne ich schon mal ein Buch? – und die Widmung fand ich sehr schön, zumal wir uns ja gar nicht kennen. Aber erst, als ich das Buch endlich gelesen habe, wusste ich, was mit ‚Mordsspaß’ gemeint war, denn ich habe wirklich Tränen gelacht.
Katharina Klein – dies ist übrigens der erste Teil der Reihe – ist einfach nur sympathisch, und das, obwohl sie scheinbar so perfekt ist. Doch sie hat ihre Schrullen und ihre seltsamen Kontakte, und das macht sie zu einer Frau, der ich es nicht übel nehme, dass sie gut aussieht etc. Hey, ich bin eine Frau und mag nicht von perfekten Frauen lesen, ist halt so.
Insgesamt verfügt ‚Westend Blues’ über einer ganzen Reihe von geradezu liebenswerten Protagonisten und Nebendarstellern. Auch versteht es Helmut Barz sehr gut, lebendig und unterhaltsam zu schildern und den ein oder anderen Running Gag einzubauen.
Stilistisch war ich von dem Niveau einigermaßen begeistert, es liest sich flüssig, quasi ohne Stolpersteine.
Aber ein Krimi sollte natürlich auch spannend sein. Nun gibt es hier allerdings meiner Meinung nach wenige wirklich brenzlige Situationen, sodass ich nicht von klassischer Krimispannung sprechen möchte. Es ist eher so, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, wie sich zum Beispiel die Nebenhandlungen entwickeln. Und das ist meiner Meinung nach genauso fesselnd wie atemlose Actionspannung.
Das Problem ist nur, dass ich mich jetzt gezwungen sehe, die Fortsetzung lesen zu müssen, denn das Ende ist kein Ende sondern eher die Ouvertüre zu noch mehr.

Fazit?
Ein in vielerlei Hinsicht überraschender Krimi, der mir große Lust auf mehr gemacht hat.

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