Montag, 29. Juli 2013

Die falsche Spur - Stefanie Viereck


Taschenbuch, Krimi



Inhalt
Die Erinnerung an ein Kindheitserlebnis beschäftigt Lena Vogel nachhaltig.

Der Stil
Anfangs und ach zwischendurch hat mich der Stil irritiert, manchmal sogar gestört. Natürlich schreibt Stefanie Viereck mit wohlgewählten Worten und einem rundum stimmigen Satzbau. Allerdings macht es zeitweise einen betulichen, irgendwie antiquierten Eindruck, der die Erzählerin älter erscheinen lässt, als sie ist. Außerdem gibt es in diesen Buch nicht einmal den Anflug von Humor oder Komik. Trist und ernst, dabei aber natürlich auch eindringlich, wird berichtet, zum Teil ohne jegliche Anteilnahme seitens der Ich-Erzählerin.

Die Protagonisten
Alle Personen, die in diesem Buch auftauchen, kamen mir grau vor. Nein, nicht farblos, einfach nur grau im Sinne von: Traurigkeit, schreckliche Erinnerungen und so weiter. Die Stimmung ist herbstlich, kühl und ein bisschen regnerisch. Und so sind auch die Personen. Abgesehen davon, dass Lena Vogel alle Anzeichen einer ausgewachsenen Depression aufweist, sind auch die anderen Figuren im besten Fall leicht verzweifelt. Sicher haben sie alle schwere Schicksale zu tragen, sicher ist es insgesamt stimmig, aber mir fehlte ein deutlicher Lichtblick beziehungsweise ein Sympathieträger.

Meine Meinung
Die Geschichte und ihre Entwicklung ist interessant, wenn auch nicht spannend im klassischen Sinne. Ich hatte ziemliche Schwierigkeiten, bei der Stange zu bleiben. Allerdings lohnt es sich, denn die 'Auflösung' lässt mich nicht so richtig los und ich werde wohl noch eine Weile im Banne der Geschichte sein.
Denn bei jeder Kritik, dieser Krimi ist sehr vielschichtig, voller Psychologie und Analyse. Damit hebt er sich angenehm von den 08/15 Krimis ab und ist ein echtes Highlight in der deutschen und auch internationalen Krimiszene.

Fazit?
Kein einfaches Buch, aber es lohnt sich.

Ich danke dem Pendragon Verlag für das Rezensionsexemplar!

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