Freitag, 25. Oktober 2013

Die Spur ins Schattenland - Jonathan Stroud


Taschenbuch, Kinderfantasy (ab 11 Jahren)



Das Äußere
Ich finde das Cover nicht schön, hätte es deshalb wohl nie gekauft, auch wenn 'Jonathan Stroud' draufsteht. Es sieht einfach billig und lieblos aus.
Zum Vergleich die britische Ausgabe, die mir allerdings zu kindisch ist:


Das Innere
Die Vignetten von Ian Beck sind ganz nach meinem Geschmack, wenn auch verwirrend, doch darauf gehe ich später ein.

Meine Meinung
Dieses Buch beginnt tragisch, bleibt melancholisch und endet spannend. So weit, so gut. Mir jedoch war das ein bisschen zu viel. Die 'Verzweiflungtaten' von Charlie haben mich sehr erschreckt und abgestossen, die Verknüpfung zwischen Realität und Schattenwelt fand ich albtraumhaft. Einzig James, aus dessen Blickwinkel auch erzählt wird, rückt es für den Moment wieder zurecht, allerdings macht es das nicht leichter für mich. Es vergrößert nur die Kluft zwischen den Ebenen.
Mir ging es einfach zu nah, etwas, das mir selten geschieht. Ich mag Fantasy, ich mag auch Parallelwelten, allerdings hab ich es wohl in einer Geschichte lieber gradlinig. Und nicht so schaurig, schließlich ist es ein Kinderbuch (kommt mir jetzt bitte nicht mit 'Grimms Märchen', die finde ich auch abartig!). Wobei ich zugeben muss, dass mich meine Reaktion selbst verblüfft. Vielleicht geht mir das Thema einfach zu nahe?

Zu den Vignetten
Es sind liebevoll gestaltete Bildchen am Anfang jedes Kapitels, die allerdings keinerlei Hinweis darauf geben, wessen Seite der Geschichte gerade erzählt wird. So einfach wirde es dem Leser alos nicht gemacht. Das hat mich gewundert, da die Auswahl nicht sehr groß ist und man das leicht hätte bewerkstelligen können. Ansonsten sind sie schön anzuschauen und bringen - im Gegensatz zu dem Cover - einen gewissen kindgerechten Ansatz in das Buch.

Fazit?
Ich weiß nicht, wie Kinder dieses Buch sehen, mich hat es sehr mitgenommen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen