Mittwoch, 20. November 2013

Die Pilgerin von Passau - Die Lesung (19.11.2013)

Gestern Abend war ich bei der vierten (und damit leider letzten) Lesung, die meine Buchhandlung vor Ort im Rahmen ihrer jährlichen 'kriminell-lokalen' Lesungen veranstaltet.
Leider hatte ich die erste verpasst.


Doch diesmal ging es sehr historisch zu, weil es um dieses Buch ging.





Also ehrlich, wer Bücher schon wegen ihres Aussehens liebt, der hat hier schon ein wahres Stück Kunst in den Händen, so mit geprägt und so. Einfach wunderschön.

Leider gab es auch hier wieder Musik, diesmal ein Damen-Terzett mit klassischer Musik auf Geige, Flöte und Cello (das war doch ein Cello, oder?). Leider nur wenig mittelalterlich und für mich eine echte Herausforderung, auf dessen Gründe ich hier nicht eingehe.


Und dann betrat Maren Bohm die 'Bühne'. Ja, ihr seht richtig, sie kam in 'Gewandung' (obwohl es da auch einen Reißverschluss gab).


Wer mich richtig gut und schon länger kennt, der weiß, was ich wirklich liebe: Geschichten und Geschichte. Und dermaleinst war ich häufiger auf Mittelalter-Märkten anzutreffen. Außerdem mag ich Zeitreisen.

Und auf eine solche führte die Autorin die Zuhörer, indem sie in der Zeit verbal zurück ging. So waren wir alle ratz-fatz genau dort, wohin wir 'gehen' sollten, nämlich im Jahre des Herrn 1096 mitten auf einer Burg, mitten im aufgeregten Aufbruch zu einem Kreuzzug. Welch ein Abenteuer! Und ich hatte das so genau vor Augen, dass ich beinahe selbst mein Bündel geschnürt hätte um mitzugehen.
Zumindest war ich wieder in meiner Lieblingsburg in Unterfranken.


Derart eingestimmt, begann Maren Bohm aus ihrem Buch zu lesen.


Sie sparte dabei nicht mit historischem Hintergrundwissen und Ereignissen. Ich glaube, ich hab es aufgesogen wie ein Schwamm. Auch als sie auf historisch belegte Personen einging, die in ihrem Buch auftauchen, war ich fasziniert.

In der Pause hat mir die Autorin mein Exemplar natürlich signiert, und ihre Worte werden es mir ermöglichen, bei der Lektüre des Buches vollkommen zu versinken. Leider wird es noch einige Zeit dauern, bis dies geschehen wird, da gerade jetzt ein Bekannter/Freund einen Gefallen eingefordert hat, der mich bis auf weiteres beschäftigen wird.

Insgesamt war es ein wundervoller Abend mit einer Autorin, auf die ich ein bisschen neidisch bin, sie möge es mir verzeihen.
Vielen Dank für diese Lesung!

P.S.: Wer sich jetzt wundert, wieso ein historischer Krimi, der überall nur nicht in meiner Heimatstadt bzw. seiner Umgebung spielt, hier 'auftreten' durfte, nun, die Autorin kommt aus Herford. Und in genau dieser Buchhandlung kann man sich seinen Ausweis für den Jakobsweg stempeln lassen, der durch meine Stadt führt. Ganz zu schweigen von all dem anderen historischen Kram, den wir hier haben.

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