Donnerstag, 12. Dezember 2013

Das Labyrinth der Wörter - Marie-Sabine Roger


CD, gekürzt, Roman, gelesen von Stephan Benson



Ich weiß gar nicht, wo ich mit meiner Begeisterung anfangen soll.

Stephan Benson liest wunderbar einfühlsam und variiert seine Stimme je nach Stimmung. So klingt Germaine oft eher wie ein tumber Tor, dann jedoch wieder voll tiefsinniger Intelligenz. Das Wechselspiel finde ich sehr charmant und absolut überzeugend.

Aber die Geschichte, nun, die Geschichte ist, wie soll ich es bloß ausdrücken?
Hinreißend?
Gewaltig?

Nein, sie strotzt von der Liebe zum Wort und zum Buch. Und das hat mich beinahe umgehauen. Wie herrlich enthusiastisch. Aus beinahe jedem Wort quillt die Liebe durch und umfloss mich als Hörer, sodass ich irgendwann nur dachte: Genau so soll es sein! So soll man Kinder an Bücher heranführen! Genau so soll man Bücher sehen!

Es gibt kein 'ich kann das nicht', das wird von schlechten Lehrern impliziert.
Und es ist völlig egal, was man liest (nun gut, es gibt Abstriche), Hauptsache man lässt sich ein auf die Welt der Wörter mit ihren Bildern. Und man hat das Kopfkino und die Gefühle.

Es gibt viele Beschreibungen darüber, was man als Leser empfinden soll und kann, und doch bedeutet das Lesen für jeden auch ein bisschen etwas anderes.
Für mich ist es ein Abtauchen in andrer Leute Gedanken, der Traum eines anderen, das Gefühl eines immer neuen Abenteuers, die Befriedigung des Wissensdrangs in mir, das Schwelgen in einem stilistischen Blütenmeer. Und da ist es beinahe egal, worum es geht.

Fazit?
Ein mitreißendes Buch, das mich völlig überzeugt hat.


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