Montag, 2. Dezember 2013

Deathbook Episoden 9 und 10 – Andreas Winkelmann





Die letzten beiden Teile habe ich, auch mangels Zeit hintereinander gelesen und deshalb kommen sie auch in eine Rezension.

Das Tempo nimmt in beiden Teilen natürlich rasant zu, schließlich kommt es zum Showdown – aber auch die Videos werden ‚härter’, sind aber relativ harmlos, also keine Angst, man kann sie sich anschauen. Wenn man sich vor Augen führt, dass es sich um Schauspieler handelt und es ganz normale Filmszenen sind. Wer sich jedoch zu sehr in dieses Multimedia-Erlebnis hineingesteigert hat, der sollte die Finger davon lassen.

Die Lösung selbst ist, nun ja, eben die Lösung in einem Thriller wie man sie erwarten kann.
Und das letzte Kapitel erinnert mich an das Ende vieler Thriller- und Horrorfilme, aber lest selbst.

Zusammenfassend möchte ich jetzt das ganze Projekt insgesamt bewerten.
Als Thriller ist dies nichts innovatives, höchstens, dass der Autor selbst involviert ist. Der Stil ist einfach, oft sehr simpel, die Protagonisten eher uninteressant, die Stimmung hat für mich unter der Fortsetzungssache gelitten.

Aber, und es ist ein ganz großes ‚aber’, diese Geschichte ‚lebt’ geradezu von der Einbindung des Lesers und den multimedialen Aspekten.
Von Anfang an habe ich deshalb zwischen Faszination und Ekel geschwankt, die Grenzen zur Realität waren sehr verschwommen, und hätte sich der Verlag nicht teilweise sehr zurückgehalten, hätte das Ganze schnell kippen können. Ich denke hierbei besonders an das ‚Treffen’, das dann doch nicht stattgefunden hat. Denn auch wenn nur drei Leser erschienen, da hätte was geschehen können. Mich hat das ernüchtert. Oder in die Realität zurück gebracht.
Die Personalisierung, bei der ich immer noch zwischen gewollt und zufällig schwanke, hat mich zum Teil sehr stark in die Handlung eingebunden und mir ein wenig Angst gemacht. Das ist das ‚Grauen’, das man sich von einem Thriller verspricht.
Wie das Ganze als normales Buch funktioniert, weiß ich nicht. Ich würde gerne mal reinschauen, wenn es erschienen ist, erwarte da aber eher eine Enttäuschung. Schließlich beschwere ich mich ja ständig über das Schema F der Thriller.

Fazit?
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, an diesem Projekt teilzunehmen, das stellenweise sehr innovativ ist. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es Ähnliches in Zukunft wieder gibt. Und dann bin ich wieder dabei.

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