Montag, 2. Dezember 2013

Mörderischer Feldzug - Andrea Gerecke


Taschenbuch, Regional-Krimi



Selten hat mich ein Buch so traurig gemacht, ehrlich, ich hätte Rotz und Wasser heulen können.
Nicht wegen der Kinder, da war ich eher von der distanzierten Beschreibung der Vorgänge fasziniert. Nein, die Einzelschicksale haben mich 'betroffen' gemacht.
Allen voran Paul (irgendwas ist mit diesem Namen, ich weiß auch nicht), dessen Schicksal mir fast das Herz gebrochen hätte. Oder das der einen Mutter. Oder wie es überhaupt weitergeht nach so einer Tat. Das ist meiner Meinung nach die Stärke von Andrea Gerecke, soweit ich das nach nur einem Buch beurteilen kann. Nennen wir es einfach mal die Geschichten hinter der Geschichte. Ist schon ein bisschen Psycho, dieser Krimi.

Nicht sehr gefallen hat mir allerdings der Stil, der streckenweise eher hölzern und ungelenk erscheint (außer, es geht um Einzelschicksale), vorallem in der wörtlichen Rede.
Oder wenn es Alexander Rosenbaum betrifft, zu dem ich keine richtige Beziehung aufbauen konnte. So empfand ich zum Beispiel die Reise nach Berlin zum Gähnen langweilig und völlig unnütz. Sicher gehört sie zur Story und zur Person dazu, aber wenn mir die Person egal ist, dann ist es auch seine Geschichte. Obwohl, da muss ich Abstriche machen, denn die Sache mit den Stolpersteinen interessiert mich ungemein, schließlich gibt es die in meiner Stadt auch, leider viel zu viele.
Aber die Sache mit den Orchideen und dem Kater trifft mich nicht, im Gegenteil.
Habe ich jetzt zu viel verraten?

Im Grunde wollte ich alle bisher erschienenen drei Teile am Stück lesen, musste mich dann aber umentscheiden, da mir dieses Buch insgesamt zu sehr ans Gemüt gegangen ist. Und so fürchte ich mich ein wenig vor der Fortsetzung.

Fazit?
Als Auftakt einer Reihe durchaus akzeptabel und ausbaufähig.

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