Samstag, 28. Dezember 2013

Stoner – John Williams



Gebundene Ausgabe, Roman



Inhalt
Das Leben des William Stoner.

Cover und Ausstattung
Sehr edel kommt dieses Buch daher, vom Cover her eher unscheinbar, aber seriös, dafür mit ‚Leineneinband’ und Lesebändchen. Da weiß man gleich, dass dieses Buch etwas Besonderes ist. Vom Literarischem her.

Meine Meinung
Es ist nicht leicht, diesen William Stoner zu fassen zu bekommen, und sympathisch ist er auch erst später, bleibt der Autor doch sehr distanziert zu seinem Protagonisten. Auch ist die Geschichte als solche nicht so richtig fesselnd, denn es plätschert einfach so dahin. Und hier ist der Punkt, der mich begeistert hat. Denn es ist genauso, wie es im Leben nun mal ist. Man wird geboren, man lebt, man stirbt. Es gibt kleine und große Katastrophen, kleine und große Lichtblicke, aber richtig spektakulär ist es eben selten. Auch die ganz großen Gefühle, die wir im Moment des Geschehens als umwerfend empfinden, sind auf das Leben betrachtet doch nur Intermezzi einer langen Handlung. Und so versöhnt das Ende. Wenigstens ein wenig. Denn durch all die Distanz von John Williams scheint doch sehr viel Sympathie hindurch, die sich auf mich übertragen hat. So kann man durchaus manche Geschehnisse bedauern, den Helden der Geschichte bemitleiden, aber er ist seinen Weg so gut gegangen, wie er es eben konnte. Und hält einem damit auch ein wenig den Spiegel vor. Denn wie ist das mit einem Rückblich auf das eigene Leben?
Ich fand es gut, einen Blick auf ein Leben zu werfen, das normal ist. Und durchschnittlich, finden wir ähnliche Lebensläufe doch allerorten. Und das versöhnt.

Stil
Wundervoll!
Flüssig, gehaltvoll, ohne Ecken und Kanten, ohne Ausrutscher, ohne Misstöne!
Es fließt einfach und zwar auf einem wunderbar hohen Niveau, ohne den Leser zu überfordern. Ein Genuss!

Fazit?
Mir hat es sehr gefallen.

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