Donnerstag, 16. Januar 2014

Blutsbande - Beate Krafft-Schöning


Hardcover, Tatsachenbericht



Was habe ich gelacht!
Gut, es war im Grunde nur eine Szene (vielleicht auch mehrere), aber ich habe fast auf dem Boden gelegen. Kenne ich doch 'solche' Typen auch, beziehungsweise kannte sie.
Ja, den Anfang machen Geschichten aus dem Leben, die teilweise sogar recht spannend sind und ich dachte schon 'toll, ein Krimi'.
Aber nein, es ist wohl doch ein Tatsachenbericht, den ich inhaltlich nicht bewerten möchte. Sicher geht es der Autorin um Aufklärung und dem Aufzeigen von Lösungen.

Vom Stil her liest sich das Buch sehr flüssig, was nicht selbstverständlich ist. Lachen musste ich allerdings (wiederum) bei der Stelle 'über die Strenge schlagen' - entweder ist das die neue Rechtschreibung (und in dieser Form bislang an mir vorübergegangen) oder eine freudsche Fehlleistung. Ansonsten gibt es nichts zu meckern.
Einige Textpassagen sind, da es sich ja eher um ein Sachbuch handelt, ein wenig dröge, was aber durch die 'spannenderen' Texteteile gut aufgefangen wird.

Sicher ist das Thema insgesamt aktuell und auf andere Städte übertragbar, die Problematik ist bekannt, Lösungen allerdings wohl schwer zu finden. Doch finde ich den Einsatz von Beate Krafft-Schöning gut, denn mal ehrlich, es gibt immer so'ne und so'ne. Überall! Und wer sich auf Parolen reduziert, hat sich in meinen Augen eh schon disqualifiziert.

Leider werden dieses Buch wohl nur die Leute lesen, denen damit offene Türen eingerannt werden, und weniger die, die daraus 'lernen' könnten.

Fazit?
Empfehlenswert, aber nicht unkritisch zu betrachten.

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