Montag, 27. Januar 2014

Die große Wildnis – Piers Torday



Hardcover, Dystopie, Kinder ab 10 Jahren



Dystopien sind so eine Sache und verursachen bei mir immer ein wenig Unbehagen. So auch diese, die sich meiner Meinung nach auch noch durch eine relative Brutalität auszeichnet, die ich der Zielgruppe nicht angemessen finde. Aber das kann ich nicht beurteilen.

Die Geschichte als solche empfand ich anfangs als etwas zäh, doch nimmt sie ziemlich an Fahrt auf und hat mich in Spannung gehalten. Das Ende ist leider (es soll wohl eine Trilogie werden) offen, wenn auch hoffnungsvoll, sodass ich einigermaßen versöhnt bin.

Stilistisch stolperte ich mal wieder über die Gegenwartsform, die mich immer mal wieder im Lesefluss irritierte. Ich brauche dieses Stilmittel definitiv nicht und finde es schade, weil ich sie unelegant finde. Vielleicht sehen Kinder das anders.
Ansonsten gibt es aber am Stil nichts auszusetzen und ist sogar für ein Kinderbuch sehr hochwertig, wie ich finde.

Die Botschaft, die sich hinter der Geschichte verbirgt, gefällt mir sehr und ich fände es schön, wenn sie auch bei der Zielgruppe ankommt. Zumal sie auch eher unterschwellig überbracht wird.

Fazit?
Eine gut durchdachte Geschichte, die ich allerdings einem Zehnjährigen unreflektiert nicht zumuten würde.

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