Donnerstag, 16. Januar 2014

Die Sünden meiner Väter - Liz Nugent


Hardcover, Roman



Dieses Buch kommt eher schlank daher, doch ist der Inhalt durchaus gewichtig und 'schwer'. Und faszinierend von der Aufteilung.
Etwas geschieht, schon ein wenig unfassbar und überraschend, und es melden sich verschiedene Personen zu Wort, um zu berichten, wie es dazu gekommen ist. Diese Perspektivwechsel sind ein wunderbares Stilmittel, wie ich finde, denn so kann der Leser auf Entdeckungsreise gehen und die Geschichte und die Charaktere geradezu 'entdecken'. Und die Unglaublichkeit der Geschehnisse sind wirklich spannend.

Stilistisch variiert die Autorin je nach berichtender Person - das finde ich sehr stimmig und zeigt ein gewisses Können. Hat mich beeindruckt. Denn dazu muss man sich schon sehr in seine 'Leute' hineindenken und flexibel sein. Das ist rundum gelungen. Und wenn es angebracht ist, schreibt Liz Nugent auf hohem Niveau.

Was mich gestört hat war nur die Hauptperson. 'Oliver' ist kein Sympathieträger und seine Taten machen ihn mir noch unsympathischer. Das ist schwierig, wie ich finde.
Doch trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe es quasi 'in einem Rutsch' gelesen, wollte ich doch einfach wissen, was des Pudels Kern ist. Und da gibt es ein paar 'schreckliche' Entdeckungen.

Gut fand ich auch die Einbindung des, ich nenn das jetzt einfach mal so, irischen Hintergrundes und die Auseinandersetzung mit kirchenpolitischen Themen.

Fazit?
Klare Leseempfehlung für Genießer der etwas anderen (spannenden) Geschichte.

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