Mittwoch, 8. Januar 2014

Eiertanz – Claudia Brendler



Klappbroschur, Roman



Für mich war es nicht einfach, in dieses Buch zu kommen, mir war es zu hektisch und konfus. Dabei stellte ich fest, dass ich inzwischen Bücher mag, deren Geschichte sich langsam entwickelt und bei denen man Zeit hat, die Charaktere kennen zu lernen. Hat man bei diesem Buch nicht, nein, im Gegenteil, der Leser wird in ein Chaos sondergleichen geworfen und muss dann sehen, wie er den Überblick bekommt.

Und dann wartet Claudia Brendler mit etwas auf, das mich wirklich und wahrhaftig in einen Lachkrampf beförderte, wie ich ihn schon sehr lange nicht mehr erlebt habe. Ehrlich, ich musste mich am Sofa festklammern, sonst hätte es mich auf den Boden geschmissen. Frei nach den Helden meiner Kindheit hatte ich das Gefühl, mich mitten in dem uns wohlbekannten Dorf in Gallien zu befinden und ich sag jetzt nur ‚Der Fisch stinkt!’. Ähnlich geht es nämlich hier zu – ich muss immer noch grinsen. Wunderbare Beschreibung exzentrischer Charakterköppe, wundervolle Beschreibung von unsinnigen bis grenzwertigen Vorgängen, deren Ausmaße man nur in einem Buch beschreiben kann, in einem Film ginge zuviel verloren.

So ist dieses Buch zwar nicht die Krönung der Literatur, aber allein für die Szene rund um das ‚besetzte’ Haus finde ich es genial.

Fazit?
Durchhalten ist hier angesagt, aber für mich hat es sich gelohnt.

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