Mittwoch, 26. Februar 2014

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens - Sebastian Niedlich


e-Book, Roman



Inhalt
Martin berichtet von seinem Leben mit dem Tod.

Meine Meinung
Das Cover hat mich neugierig gemacht, verspricht es doch in meinen Augen eine witzige Unterhaltung, gerne auch mit schwarzem Humor. So etwas gefällt mir. Also freute ich mich auf ein paar unterhaltsame Stunden.
Doch es kam anders, denn von Humor ist hier wenig bis gar nichts zu spüren. Im Gegenteil verliert sich Sebastian Niedlich in der Beschreibung eines Lebens, sehr chronologisch, und hakt irgendwie bloß Stationen ab. Die Begegnungen mit Tod sind von philosophischen Betrachtungen geprägt, die Martin eher kindisch erscheinen lassen in seinem Gebahren. Die Geschichte drumherum ist langweilig und größtenteils uninteressant, spart aber nicht an reißerischen Momenten, die zwar gut erzählt werden, dann aber doch der logischen Grundlage entbehren. Oder hat man als Grundschullehrerin andere Ferien als die Schüler?
Mir fehlt auch die Tiefe der Gefühle, oder, einfacher ausgedrückt, das Herzblut des Autors. Natürlich wird ein tiefgreifender Konflikt beschrieben, aber so ganz nehme ich Martin das nicht ab, er bleibt irgendwie zweidimensional.
Unterstrichen wird dies auch durch den hölzernen Stil, der eine große Distanz zwischen Autor und Protagonisten herstellt - und damit auch zwischen Buch und Leser. Mir ging es jedenfalls so. Es fehlt die Leichtigkeit des Wortes, besonders in den Dialogen, die gestelzt und unrealistisch wirken. Schon deshalb hat mich dieses Buch enttäuscht.
Insgesamt wirkt dieses Buch entweder halbfertig oder überlektoriert, je nachdem, und hat es nicht geschafft, mich wirklich in seinen Bann zu ziehen, im Gegenteil hätte ich es gerne abgebrochen.

Fazit?
Von schwarzen Humor keine Spur, eine langweilige Lebensgeschichte ohne Leben, dafür mit aufgesetzten Konflikten und eher kindischem Gehabe. Enttäuschend.

Ich danke bloggdeinbuch und dotbooks für das Rezensionsexemplar.

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