Sonntag, 9. Februar 2014

Scherbenmond – Bettina Belitz



Hardcover, Jugendfantasy



Bei diesem Buch, dem zweiten Teil der Trilogie um Elisabeth und Colin, wurde mir angst und bange. Nicht nur wegen der Handlung, die zum Teil wirklich abstoßend widerlich ist – was aber so sein muss, sondern auch, weil es etwas mit mir gemacht hat, das ich selten erlebte.
Nun ist es normal, das man von Geschichten berührt wird, einen Teil seines Selbst darin findet oder ein Nerv getroffen wird. Dieses Buch aber ist, als hielte mir jemand einen Spiegel vor das Gesicht. Ich möchte hier nicht weiter ins Detail gehen, das gehört nicht in eine Rezension, nur muss ich das erwähnen, um meine Gedanken zu ordnen.

Inhaltlich haben mich einige Dinge erheitert, einige fasziniert, schockiert und träumen lassen – ein Buch also, bei dem man durchaus die Welt um sich herum vergessen kann, in das man eintaucht und wo das Kopfkino ohne Pause spielt. Gibt es etwas Besseres, was man über ein Buch schreiben kann?
Bettina Belitz versteht es einfach, Atmosphäre zu schaffen und aufrecht zu erhalten und scheut sich nicht, auch mal richtig in die Ekelkiste zu greifen. Bei einer dieser Szenen hätte ich beinahe die Segel gestrichen, weil es mir zu weit ging – ein sehr subjektiver Eindruck, der damit zu tun hat, dass ich ein Hundemensch bin. Jeder hat seine Schwächen.

Gut fand ich auch die psychologische Seite der Geschichte, zumal ich immer wieder in Rezensionen zu dieser Trilogie gelesen habe, wie viele Leser zum Beispiel mit Elisabeth nicht zurecht kommen. Ich kann diese Abneigung nachvollziehen, doch möchte ich jedem, der sich an diese Bücher heranwagt, bitten, doch mal zu überdenken, wie er mit anderen Menschen umgeht.

Fazit?
Auch der zweite Teil hat mich begeistert!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen