Sonntag, 30. März 2014

No & ich – Delphine de Vigan



Gebundene Ausgabe, Jugendroman



Dieses Buch landete als Wanderbuch bei mir – und ja, ich gebe es zu, ich hätte es sonst eher nicht gelesen. Einfach, weil es ziemlich unscheinbar daher kommt und in der Masse der farbenfrohen Bücher untergeht.

Bei diesem Buch sollte man keine Angst vor langen Sätzen haben, denn die Autorin schwelgt geradezu in ihnen. Dabei wird auch so manche indirekte/direkte Rede ohne klar erkennbare Abgrenzung miteinbezogen und sorgt zuweilen ein klein wenig für Verwirrung. Aber ich fand das einfach toll – nach einer kleinen Eingewöhnungsphase – weil es wirklich so wirkt, als erzähle Lou stellenweise atemlos und im Überschwang der Gefühle aus ihrem Leben. Und das ist ein gar verzwicktes.

Es gibt wunderschöne Szenen in ‚No & ich’, kluge Sätze (‚Die Nebenwirkungen des Lebens, die auf keinem Beipackzettel stehen’ finde ich zum Beispiel sehr gut), traurige Momente und, wenn es einem als Leser fast zu viel wird, also am Ende, da kommt ein solch schöner ‚Brüller’, dass es mich beinahe vom Sofa geworfen hätte.

Ein Buch mit Tiefe, aus dem sich jeder etwas ziehen kann, wie ich finde, mich jedenfalls hat es an vielen Stellen direkt ins Herz und in die Seele getroffen, ohne allerdings deprimierend zu sein. Realistisch ja, aber doch auch hoffnungsvoll.

Fazit?
Ein ganz besonderes Buch mit einer mehr als ungewöhnlichen Ich-Erzählerin!

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