Sonntag, 9. März 2014

Wolf hetzt die Meute - Martin Schöne


Taschenbuch, Krimi



Ja, ich hatte anfangs Schwierigkeiten mit dem Stil. Denn 'Wolf' erzählt schnodddrig und leicht machohaft, irgendwie jedenfalls. Aber ich habe mich daran gewöhnt, schon deshalb, weil Martin Schöne derart seltsame Dinge erzählt, dass ich bald in den Bann der Geschichte gezogen wurde. Denn die hat wirklich einiges zu bieten - und irgendwie ist 'Wolf' dann auch sympathisch. Mir jedenfalls, aber ich mag ja auch 'Jack Reacher'. Ja, die beiden haben gewisse Gemeinsamkeiten, doch hat 'Wolf' mehr Ecken, Kanten und Schwächen, was ich realistischer finde.
Besonders gut gefallen hat mir die persönliche Anrede des Lesers, verbunden mit ein paar Tricks und Tipps, die ich hoffentlich niemals beherzigen muss. Aber immerhin weiß ich jetzt zum Beispiel, was ich tun muss, wenn ich einem Psychopathen begegne, hat ja auch was.
Die eigentliche Handlung ist durchaus stimmig, wenn auch erschreckend realistisch, was mir kurzfristig ein wenig Angst eingejagt hat. Aber das Zusammenspiel der einzelnen 'Parteien' ist gut erdacht und durchaus nachvollziehbar.
Die Spannung kommt auch keineswegs zu kurz und hielt mich teilweise in atemloser Aufmerksamkeit. So soll und darf ein Krimi sein und das erfreut mein Leserherz.

Allerdings sehe ich noch viel Potential nach oben und da das Ende ein wenig offen ist, hoffe ich auf eine noch bessere Fortsetzung.

Fazit?
Ein spannender Krimi mit Potential, schon alleine wegen 'Wolf'.

Ich danke dem Pendragon-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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