Sonntag, 27. April 2014

Anton Pfeiffer und der Hexensabbat – Anne Carina Hashagen



Kindle, All-Age-Fantasy



Leider ist es Anne Carina Hashagen diesmal nicht gelungen, mich ganz und gar zu verzaubern, was zum einem am sehr realistischen Thema Banken liegt, zum anderen an ihrem beinahe schwelgerischen Ton, wenn es um körperliche Unzulänglichkeiten geht. Das war mir ein wenig zu viel.
Außerdem ist dies in meinen Augen kein Kinderbuch mehr, sondern mit dem sehr ironischen Unterton eher etwas für (junge) Erwachsene – die sich allerdings köstlich amüsieren können. So wie ich es getan habe.

Richtig gut gefallen hat mir die Erklärung der Magie, die sehr philosophisch ist und hier überzeugt mich die Autorin wieder mit ihrer Wortgewalt, die ihre ganz eigene Poesie hat. Man kann einfach in den Sätzen schwelgen, dem Klang nachspüren und ihn nachhallen lassen. Das macht einfach gute Laune und kann für einen Leser sehr befriedigend sein. Was kümmert da noch die erwachsene Handlung?
Ja, stilistisch ist ‚Anton Pfeiffer und der Hexensabbat’ ein richtiger Stein der Weisen!
Und man kann meckern, so viel man will, Anne Carina Hashagen hat unglaublich viel Phantasie, die es hier auch ermöglichte, sich von allzu bekannten ‚Vorbildern’ zu lösen und ihre eigene Geschichte zu schreiben – übrigens mit viel Frankfurter Lokalkolorit.

Übrigens: Wer hier eine adäquate Fortsetzung erwartet, wird sicherlich enttäuscht, zwar entwickelt sich Anton Pfeiffer weiter, doch spielt das in meinen Augen eher eine untergeordnete Rolle. Meiner Meinung nach geht es hier eher um das große Ganze. Und das macht die Frage, wie es weitergeht mit ‚unserem’ Zauberlehrling, sehr spannend.

Fazit?
Ein wundervolles Buch, stilistisch einzigartig – und doch nicht völlig überzeugend.

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