Dienstag, 29. April 2014

Die Jahre des schwarzen Todes – Connie Willis



Taschenbuch, Zeitreise



In diesem Buch treffen zwei Genre aufeinander, zum einen Science Fiction und zum anderen Zeitreise. Nun ist letzteres ohne ersteres nicht möglich, allerdings spielt die ‚Gegenwart’ in der Zukunft und da geht es nicht nur um die ‚Zeitmaschine’, die noch relativ harmlos ist.
So taucht der Leser denn auch in zwei unbekanntere Welten ein, die parallel beschrieben werden.

Connie Willis versteht es, unterschiedliche Charaktere sehr genau zu beschreiben und dabei nicht mit Ironie und Witz zu sparen. Es gibt einige running-gags, die die Protagonisten sehr menschlich und liebenswürdig erscheinen lassen.
Die tragischen Seiten der Geschichte werden sehr ergreifend beschrieben und ein sensibler Leser wird hier wohl traurig aufseufzen.
Dieser Zeitreiseroman weicht im Weiteren auch sehr gut von dem Usus des Genres ab und hebt sich damit hervor, sich nicht in seltsamen Liebesgeschichten zu verlieren. Im Gegenteil sind die Beziehungen der meisten Protagonisten von sehr tiefempfundenen Sympathien geprägt, was ich als sehr viel angenehmer empfand.

Leider sind die Protagonisten ziemlich begriffsstutzig und ich habe oft sehr viele Seiten warten müssen, um meinen Verdacht bestätigt zu bekommen. Man will sie einfach schütteln!

Stilistisch gab es für mich nicht auszusetzen, Connie Willis (und Walter Brumm) bedient sich einer gut verständlichen Sprache, die der Geschichte angemessen ist.

784 Seiten sind eine ganze Menge, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn die Geschichte ist so interessant, dass ich das Buch fast nicht aus der Hand legen konnte. Und gäbe es eine Fortsetzung, wäre ich sofort dabei.
Ja, manche Personen sind mir richtig ans Herz gewachsen.

Fazit?
Mal ein bisschen anders, aber mir hat ‚Die Jahre des schwarzen Todes’ so richtig gut gefallen.

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