Mittwoch, 16. April 2014

Ghostdater – Sebastian Schnoy



Taschenbuch, Humor



Es ist ein sehr dünnes Buch, gerade mal etwa 230 Seiten, und damit durchaus geeignet, mal so in einem Rutsch gelesen zu werden. Dazu passt auch der Inhalt, der wirklich was von Urlaubs-Literatur hat.
Zwei Männer und zwei Frauen, ein bisschen hin und her, ein Happy End.
Wobei, so ganz stimmt das nicht, denn irgendwie lässt das Ende auf mehr hoffen.

Stilistisch ist dieses Buch eher einfach gestrickt, lässt sich aber gut lesen, hat also keine Einbrüche oder Kanten. Insgesamt gelungen.

Nun aber etwas Kritik: Dieses Buch machte auf mich einen etwas unfertigen Eindruck, es fehlt die Tiefe. Die Charaktere bleiben, wohl auch wegen der kurzen Form, ein wenig blass. Dafür wird sehr viel Wert auf die ‚Liebesszenen’ gelegt, die mir irgendwie fehl am Platze vorkamen. Es ist, als hätte ein Mann versucht, einen Liebesroman wie eine Frau zu schreiben. Das geht natürlich, aber das Genre ‚Männerhumor’ ist da ein wenig anders gestrickt. Wäre rundrum mehr Text gewesen, hätte es meiner Meinung nach besser funktioniert. So sind es für mich nur seltsame Momente, die eher irritieren.

Fazit?
Netter Roman, dem mir ein wenig Dreidimensionalität fehlt. Aber das lässt sich bestimmt noch in einem zweiten Teil nachholen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen