Samstag, 28. Juni 2014

Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte – Romain Puértolas



CD, ungekürzt, Roman, gelesen von Matthias Koeberlin



Es mag an dem Wort ‚Ikea’ im Titel liegen, aber ich habe ein skandinavisches Buch erwartet. Was das bedeutet? Nun, ‚Der Hundertjährige…’ irgendwie. Und obwohl Romain Puértolas Franzose ist, ist der Fakir doch auch irgendwie ein Hundertjähriger.
Aber was soll ich lange drum herum schreiben: ich liebe dieses Buch und den Fakir!
Mit einer gewissen Dreistigkeit gepaart mit den Blick für das Detail reist dieser Mann umher und mitten in mein Herz.

Beeindruckt hat mir der lächende Blick des Autors auf das Geschehen, diese kleinen Spitzen auf den Mensch im Allgemeinen, und seine Fähigkeiten, Personen und Ereignisse so zu schildern, dass ich sie tatsächlich vor Augen hatte und zum Teil herzhaft lachen musste. Doch dabei verliert er nicht einen tieferen Sinn aus den Augen, den er mir (und sicherlich auch anderen) dezent aber eindringlich unter die Nase reibt. Ja, es geht um das Menschsein in all seine Facetten und um das Glück.

Stilistisch hat mich dieses Buch vollkommen überzeugt, wobei ich meinen Hut ziehe vor der Leistung des Übersetzers Hinrich Schmitt-Henkel, der die Eigennamen verständlich gemacht hat und so auch mir wenig frankophilen den Humor des Autors nahebrachte. Da lohnt sich das ganz genau Zuhören!

Matthias Koeberlin liest gut und routiniert und erfüllt so die Geschichte mit Leben. Rundum gelungen.

Fazit?
Ein feines Buch!

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